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JEDER SIEBTE MENSCH

R: Elke Groen, Ina Ivanceanu

Jeder 7. Mensch ist eine chinesische Bäuerin oder ein chinesischer Bauer; mehr als die Hälfte der Bevölkerung Chinas lebt abseits der rasch wachsenden Städte in einem der 1,5 Millionen Dörfer. Elke Groen und Ina Ivanceanu besuchten zwischen 2003 und 2005 drei Dörfer in drei geographisch und kulturell sehr unterschiedlichen Provinzen Chinas: Beisuzha liegt in der Provinz Hebei (400 km südl. von Peking) und stellt nach wie vor ein Musterdorf kommunistischer Organisation und Planung dar, während die Bevölkerung von San Yuan (in der Provinz Yunnan an den Ausläufern des Himalaya gelegen) nach 50 Jahren Atheismus langsam ihre Naturreligion wieder entdeckt, und in Jiangjiazhai (Shaanxi – Zentralchina) hingegen hat die chinesische Form des Kapitalismus längst Einzug gehalten. „JEDER SIEBTE MENSCH ist ein Film über den Bauernstaat China heute: zwischen Industrialisierung und Subsistenzwirtschaft, zwischen Turbokapitalismus und sozialistischen Strukturen, zwischen Selbst- und Fremdbestimmung.“ (www.poool.at)
Elke Groen und Ina Ivanceanu führten zahlreiche Interviews mit der Dorfbevölkerung und dokumentierten deren Alltag. Die Regisseurinnen verzichteten dabei auf einen subjektiven Blick auf den „Mikrokosmos Dorf“ indem sie die lokale Bevölkerung aufforderten, selbst „eigene“ Kurzfilme über ihr Leben und ihre Visionen zu drehen, die wiederum in JEDER SIEBTE MENSCH eingeflossen sind. Das Resultat ist eine außergewöhnliche Dokumentation, die unzensurierte Einblicke in das Leben der ländlichen Bevölkerung Chinas gibt und „im Vorübergehen auch die ganz großen Themen [streift] – sie berichtet von den Auswirkungen der Kulturrevolution, dem Mao-Kult, [...] der Arbeitsabwanderung in die Städte – und handelt gleichzeitig von der Zufriedenheit mit dem eigenen Leben.“ (Julia Pühringer)

Every seventh person in the world is a Chinese farmer; more than half the inhabitants of China live away from the booming metropolises and in villages. What will the future of the Chinese villages be like? Which hopes and wishes have the residents got? Elke Groen and Ina Ivanceanu asked these and similar questions to the village residents in three different provinces of China. They filmed them in their every day lives and asked them to make “their own” short films about their lives…
Viennale 2006, Diagonale 2007, Internationales Filmfest Mannheim-Heidelberg
In Kooperation mit kinovi[sie]on

Österreich/Luxemburg 2006; Buch & Regie: Elke Groen, Ina Ivanceanu; Kamera: Elke Groen; Schnitt: Pia Dumont; Aufnahmeleitung & Interviews: Ping-Xiu Rehm, ZHAO Liang, HE Zhi Wie; Wissenschaftliche Beratung: Heidi Dumreicher & Projektteam des Forschungsprojekts SUCCESS, u.a.; (35mm; 1:1,85; Farbe; Dolby Stereo; 75min; Mandarin und Naxi - ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat