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RIZ CANTONAIS

R: Mia Ma

Der erste Satz des autobiografisch inspirierten Dokumentarfilms von Mia Ma bringt die Grundproblematik der Enkelin, Tochter einer Französin und eines nach Frankreich migrierten Chinesen, auf den Punkt: Wie sich der Großmutter annähern, wenn keine die Sprache der anderen spricht und wenn auch der eigene Vater, fließend in beiden, nur äußerst halbherzig dolmetscht?

Es sind nie geführte Gespräche im Konjunktiv Irrealis, die zwischen den beiden Frauen stehen, die jede für sich auf ihre eigene Weise auf die andere zugeht: Während die Großmutter Mia ihre Zuneigung über ihr dargebotenes Essen ausdrückt, nähert sich diese der anderen an, indem sie deren Geschichte und die ihres Vaters in ihrem Dokumentarfilm auf humorvolle Weise nach skizziert und dabei von chinesischen Migrant:innen, denen sie Französischkurse gibt, Mandarin lernt – ein Schritt in Richtung des schier unerreichbaren, da derart komplexen Kantonesisch. Riz Cantonais zeigt: Belonging findet auf mehreren Ebenen, besser gesagt: Sinnen, statt.

Mia Ma, *1978. Master in Philosophie, anschließend (Foto-)Journalismus. Riz Cantonais (2015) ist ihr erster Kurzfilm und wurde u.a. mit dem Intangible Heritage Award (Jean Rouch Festival) ausgezeichnet. 2021 erschien ihr zweiter Dokumentarfilm Fréquence Julie.

Frankreich 2015; Regie: Mia Ma; Buch: Mia Ma, Mariannick Bellot; (DCP; Farbe; 50min; mehrsprachige ORIGINALFASSUNG MIT ENGLISCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat