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SYNONYMES

R: Nadav Lapid

In Nadav Lapids furiosem Goldenen-Bären-Gewinner setzt ein junger Israeli Yoav alles daran, sich in Paris neu zu erfinden. Dabei hat er keinen guten Start in Paris. Die Wohnung, in der er ankommt, ist leer. Während er unter der Dusche steht, werden alle seine Sachen gestohlen. Dabei ist der junge Israeli mit höchsten Erwartungen gekommen. Er will so schnell wie möglich seine Nationalität und die Erinnerungen an seine Militärzeit loswerden. Um seine Herkunft auszulöschen, spricht er nur mehr Französisch, ein Wörterbuch ist sein ständiger Begleiter. Halt findet er bei seinen Nachbarn Caroline und Emile, einem jungen französischen Paar.
Basierend auf eigenen Erfahrungen erzählt Nadav Lapid hintergründig und mit trockenem Humor von der Schwierigkeit, neue Wurzeln zu bilden. Kann man sich selbst loswerden und danach neu erfinden? Dreht hier jemand durch, oder spielt er nur verrückt? Lapid gibt keine letztgültigen Antworten, findet aber eine faszinierende Form für seinen Film. Er aktualisiert Methoden der Nouvelle Vague und schärft durch den Fokus auf die Krise eines Einzelnen den Blick für Grundsätzliches.
Was Yoav in Frankreich erlebt, folgt keiner erzählerischen, sondern einer symbolischen Logik. Es handelt von Israel und dem Westen, vom Trauma einer Ausbildung zum Töten und von einer Flucht, die immer wieder zum Ausgangspunkt zurückführt.
(aus: faz.net; spiegel.de; filmgarten.at)

Frankreich/Israel/Deutschland 2019; Regie: Nadav Lapid; Buch: Nadav Lapid, Haim Lapid; Kamera: Shai Goldmann; DarstellerInnen: Tom Mercier (Yoav), Quentin Dolmaire (Emile), Louise Chevillotte (Caroline), Uria Hayik (Yaron), Olivier Loustau (Michel) u.a.; (DCP; 1:2,35; Farbe; 123min; französisch-hebräisch-englische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
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