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Keine Spielzeit in dieser Woche


VULVA 3.0

R: Claudia Richarz & Ulrike Zimmermann

Die feministische FrauenLesbenvernetzung lädt recht herzlich zu folgender Veranstaltung ein:

Vulva 3.0 – Zwischen Tabu und Tuning
- anschließend and die Filmvorführung: Diskussion mit Regisseurin Ulrike Zimmermann

Wir leben in hochsexualisierten Zeiten, in denen Presse, Werbung und Fernsehen jederzeit nackte Frauen mitsamt ihren Geschlechtsteilen zeigen. Doch der Umgang mit dem eigenen Körper ist für viele Frauen immer noch schambehaftet. Vielleicht tragen auch die wenig schmeichelhaften Bezeichnungen „Schamlippen” und „Schamhaare” dazu bei.
In der Öffentlichkeit sehen wir eine retuschierte, entindividualisierte Anatomie, die die Attraktivitätsstandards der Pornoindustrie widerspiegelt. Das Idealbild der glatten, brötchenförmigen Vulva mit gleichmäßigen Labien hat jedoch wenig Ähnlichkeit mit der tatsächlichen Gestalt des weiblichen Geschlechtsteils. Die daraus resultierende Unsicherheit vieler Frauen über den eigenen Körper hat die Intimchirurgie als lukratives Geschäftsmodell entdeckt, sie bietet normierte Scheiden, operativ erzeugt.
Mit ihrer umfangreichen und sachlichen Recherche zur Geschichte dieses Teils der weiblichen Anatomie im 21. Jahrhundert durchleuchten die Regisseurinnen sämtliche Aspekte des Themas, vom Aufklärungsunterricht bis zur Zensur, vom Retuschieren „unförmiger” Schamlippen in pornografischen Bildern bis zu der Arbeit von Aktivist*Innen gegen Genitalverstümmelung – und feiern damit die Vielfalt weiblicher Körper.

Deutschland/Kanada 2014; Regie: Claudia Richarz & Ulrike Zimmermann; Buch: Ulrike Zimmermann; Kamera: Claudia Richarz; Schnitt: Daniela Boch & Antje Lass; Musik: Roland Musolff; Mitwirkende: Angelika Beck, Claudia Gehrke, Ulrich Grolla, Mithu Sanyal u.a.; (DCP; Farbe; 79min).


  
Filmplakat