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Keine Spielzeit in dieser Woche


ÁGA

NANOUK

R: Milko Lazarov

Dokumentarische Nüchternheit und poetische Schönheit – zwischen diesen beiden Polen erzählt Milko Lazarovs NANOUK eine Geschichte aus einer fernen Welt. NANOUK spielt in der Eiswüste Jakutiens, wo ein altes Ehepaar ein mühseliges Leben lebt. Seine Hauptnahrung sind Fische, doch deren Fang wird zunehmend beschwerlicher. Eine aufgestellte Falle wirft auch eher selten etwas ab. Die Rentierfelle, aus de­nen das Zelt besteht, künden von einer anderen Zeit, jetzt existieren Rentiere nur noch in den Erzählungen der beiden.
Einmal sieht der Mann, Nanouk, ein Rentier am Horizont, aber ob es real ist oder nur seiner Imagination geschuldet, bleibt offen. Über­haupt muss Sedna, seine Frau, ihn wiederholt darauf hinweisen, dass er immer wieder Realität und Einbildung, gespeist aus Erin­ne­run­gen an die Vergangenheit, verwechselt. Und sie merkt, wie Nanouk beginnt, Dinge zu vergessen. Und so erzählt Regisseur Milko Lazarov in wunderschönen Bildern seine Geschichte von einer Familie, deren Spu­ren sich in der Zeit der Moderne verlieren.
Tochter Ága und ihr Bruder haben die Eltern allein im Eis zurückgelassen, sind losgezogen, um in einem vermeintlich menschenfreundlicheren Kontext ihr Glück zu suchen. Und so ist NANOUK alles andere als explorativer Jurtenkitsch. Denn das Drama behandelt ein universelles Thema und könnte überall spielen. „Überall dort, wo Kinder sich entfremden, wo zwei sich lieben, Eltern altern, und schließlich die große Frage aufgeworfen werden muss: Was tun, wenn einer stirbt? Und was wird dann aus dem Hund?” (Jenni Zylka, spiegel.de)
(nach: epd-film.de; trigon-film.org; spiegel.de)


Bulgarien/Deutschland/Frankreich 2018; Regie: Milko Lazarov; Buch: Milko Lazarov & Simeon Ventsislavov; Kamera: Kaloyan Bozhilov; DarstellerInnen: Mikhail Aprosimov (Nanouk), Feodosia Ivanova (Sedna), Sergei Egorov (Che­na), Galina Tikhonova (Ága) u.a.; (DCP; 1:2,39; Farbe; 96min; jakutische ORI­GI­NAL­FASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat