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ЛЕТО (LETO)

SOMMER

R: Kirill Serebrennikov

Mit dem in Cannes 2018 uraufgeführten Film LETO präsentiert das Russlandzentrum auch in diesem Jahr wieder einen brandaktuellen russischen Film im Innsbrucker Leokino. „Leto” bedeutet Sommer, konkret den Sommer des Jahres 1981. Wir befinden uns in Leningrad – heute wieder St. Petersburg. Zwei junge Musiker, Viktor und Leo­nid, kommen mit ihren Gitarren an den Strand, wo Mike Nau­men­­ko, der Leader der Rock­band Zoopark und Sze­­nestar, seine Freun­de um sich geschart hat. Mike erkennt sofort das große Potential des jungen Sängers Viktor. Mit seiner Unter­stüt­zung dringt Viktor schnell in den Lenin­gra­der Rock-Underground vor und findet überdies Gefallen an Mikes Ehefrau Natascha.
LETO erzählt von den Anfängen einer russischen Rocklegende und von der gerade im Entstehen begriffenen Rockszene (St. Petersburg gilt übrigens bis heute als die Stadt des russischen Rock). Der reale Viktor Coj, der 1990 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, und seine Band Kino sind bis heute für ihre punkige Musik und für ihre poetischen und gleichzeitig kritischen Texte berühmt. Dabei ist dieser Film weit mehr als ein Porträt: Es ist ein Film über Musik, über Liebe, über die Sehnsüchte junger Menschen, die gegen die starren Regeln des Sowjetsystems rebellieren und von Freiheit träumen. Es scheint eine Ironie der Geschichte zu sein, dass der Regisseur des Films, der bekannte Theater- und Filmregisseur Kirill Serebrennikov, vor Fertig­stel­lung des Films selbst in Konflikt mit dem Staat geriet. So steht Sere­brennikov seit nun über einem Jahr unter Hausarrest, weil ihm vorgeworfen wird, staatliche Subventionen veruntreut zu haben.

Russland 2018; Regie: Kirill Serebrennikov; Buch: Michail Idov, Lili Idova, Ivan Kapitonov, Kirill Serebrennikov; Kamera: Vladislav Opel’janc; Mu­sik: Il’ja Demuckij; DarstellerInnen: Roma Zver’ (Mike), Irina Staršenbaum (Na­ta­ša), Teo Joo (Viktor) u.a.; (DCP; 1:2,76; Schwarzweiß/Farbe; 126min; russisch-englische Ori­ginal­fas­sung mit deutschen Untertiteln).


  
Filmplakat