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Keine Spielzeit in dieser Woche


HOME SWEET HOME

R: Susanne Riegler

Die Zahlen sprechen für sich: Jede fünfte Frau in Österreich ist Opfer von Gewalt, die meist von männlichen Familienangehörigen ausgeht. Um Frauen und Kinder vor häuslicher Gewalt zu schützen, haben sich vor mehr als 40 Jahren unterschiedliche Frauen für die Errichtung von Frauenhäusern in Österreich eingesetzt.
In HOME SWEET HOME blickt die Journalistin und Filmemacherin Susanne Riegler (DER LANGE ARM DER KAISERIN) auf 40 Jahre Frauenhausbewegung. Riegler zeichnet den schwierigen Weg bis zur Umsetzung des ersten Frauenhauses in Österreich im Jahr 1978 nach und veranschaulicht, welch Kraftakt und Diplomatie notwendig war (und nach wie vor ist), den Opferschutz zu verbessern. Rieglers Rückblick – von Johanna Dohnal bis heute, die eine oder andere Anekdote aus politischen Verhandlungen, die Entwicklung und Vielfalt der unterschiedlichen Frauenhäuser in der Stadt und auf dem Land, … – verdeutlicht die frauen- und gesellschaftspolitische Bedeutung der Frauenhausbewegung.
HOME SWEET HOME ermöglicht darüber hinaus auch Einblicke in Arbeit und Leben in den österreichischen Frauenhäusern. Einfühlsam und fernab von jeglichem Voyeurismus beschreibt Riegler das „hochsensible Gefüge zwischen Sozialarbeiterinnen, Juristinnen, Therapeutinnen auf der einen und den von Gewalt betroffenen Frauen auf der anderen Seite.“ Und so entstand ein Werk, das „das Politische und das Solidarische der Frauenhausbewegung auf[spürt], und zeigt, wie es betreuenden und von Gewalt betroffenen Frauen immer wieder gelingt, gemeinsam ein Fundament für eine bessere Zukunft zu errichten.“ (AÖF)

Österreich 2018; Regie, Konzept, Kamera: Susanne Riegler; Schnitt: Edith Bachkönig; Ton: Lena Kuzmich; Musik: Melissa Coleman, Monika Lang; Sprecherin: Andrea Eckert; Mitwirkende: Jolanta L., Ana D., Christine S., Irmtraut Karlsson, Elfriede Fröschl, Rosa Logar, Ingrid Fröhlich, Maria Rösslhumer, Maria Reichartzeder, Grete Rackl, Gabi Plattner, Anna Maria Bichler-Hotter, Birgit Thaler-Haag, Doris Weißenberger, Joana Paulus, u.a. (DCP; Farbe; 16:9; 46min; dt. OF)


  
Filmplakat