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NOSTALGHIA

R: Andrej Tarkovskij

Andrei Gortschakow, ein russischer Schriftsteller, reist auf den Spu­ren eines Komponisten aus seiner Heimat durch Italien, um dessen Biografie zu schreiben. Mit sehr viel Feingefühl für innere Stimmungen fern der Heimat zeichnet Andrej Tarkovskij, unterstützt vom dramaturgischen Sensi­torium des italienischen Drehbuchpartners Tonino Guer­ra, die Begegnung der Kulturen und Zeiten. Da wird in unerreichter Dichte spürbar, dass jenes Gefühl, das der Russe als „Nos­tal­ghia” bezeich­net, weit mehr meint als unser Wort Nostalgie, dass um­gekehrt aber eben auch unsere Nostalgie weit umfassender sein dürfte, als man gemeinhin annimmt. Es geht in diesem Film Tarkovskijs um die tief empfundene Sehnsucht nach einer Heimat, die sehr ausgeprägt auch eine spirituelle ist – wir tragen die Bilder von Heimat in uns mit. Da vereinen sich mit einem Mal Bilder und Landschaften zu wundersamen Ta­bleaus der Empfindsamkeit. Ein sinnstiftendes Film­erlebnis. (Walter Ruggle)

Italien/Sowjetunion 1983; Regie: Andrej Tarkovskij; Buch: Andrej Tarkovskij, Tonino Guerra; Kamera: Giuseppe Lanci; Schnitt: Erminia Marani, Amedeo Salfa; Musik: Gino Peguri; DarstellerInnen: Oleg Yankovskiy (Andrei Gor­cha­kov), Erland Josephson (Domenico), Domiziana Giordano (Eugenia), Patrizia Terreno (Andrei’s Frau), Laura De Marchi (Chambermaid), Delia Boc­cardo (Domenico’s Frau), Milena Vukotic (Beamtin) u.a.; (DCP – von 35mm übertragen; 1:1,66; Farbe; Mono; 125min; italienisch-russische ORIGI­NAL­FAS­SUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat