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Filmstill: LA PIONNIÈRE

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Feministische Filmtheorie und -praxis

LA PIONNIÈRE / AMY! / MAYA DEREN’S SINK

Experimentell, subversiv, gegen den Main- und Malestream, gegen die Marginalisierung der (Film-) Geschichte von Frauen: kinovi[sie]on gibt in Kooperation mit dem Institut für Amerikastudien der Universität Innsbruck (LV „Feminist Film and Media Theory“) einen Einblick in unterschiedliche Positionen und Herangehensweisen feministischer Filmtheorie und -praxis.
Einführung: Christian Quendler


LA PIONNIÈRE
Regie: Daniela Abke
Alice Guy (1873-1968), die erste Filmemacherin der Welt, realisierte ab 1896 hunderte von Filmen und starb doch weitgehend unbekannt. Daniela Abke ruft uns durch eine Collage aus Found-Footage-Filmen und der Originalstimme von Alice Guy diese außergewöhnliche Filmpionierin und ihr Werk wieder ins Gedächtnis.
Auszeichnung: FBW 2013: Kurzfilm des Monats, Prädikat besonders wertvoll
DE 2012; Regie, Buch, Schnitt, Produktion: Daniela Abke; (DCP; S/W; 1:1.85; dolby digital; 13 min; franz. OF mit dt. UT)


AMY!
Regie: Laura Mulvey & Peter Wollen
Die britische Pilotin Amy Johnson (1903-1941) flog im Jahr 1930 in 19 Tagen alleine von London nach Australien. Der experimentelle Dokumentarfilm AMY! ist eine Verneigung vor dieser mutigen Luftfahrtpionierin. Dabei stellen die Filmemacher_innen Laura Mulvey und Peter Wollen allerdings nicht den spektakulären Flug ins Zentrum sondern was aus diesem Ereignis und der Heldin gemacht wurde. „Weit davon entfernt, ein konventionelles Biopic zu sein, nutzt der Film die Fliegerin als symbolische Figur. Ihre Reise exemplifiziert das Wechseln zwischen weiblichen und männlichen Welten, das Frauen, die um öffentliche Anerkennung kämpfen, abverlangt wird.“ (Eleanor Burke)
AMY! ging eine intensive theoretische Auseinandersetzung mit der vorherrschenden patriarchalen Filmpraxis voran. Die Filmemacherin und Filmtheoretikerin Laura Mulvey veröffentlichte im Jahr 1975 ihren einflussreichen Essay „Visual Pleasure and Narrative Cinema“, der nach wie vor als einer der meistzitieren Aufsätze der feministischen Filmtheorie gilt und eine Wende im feministischen filmwissenschaftlichen Diskurs einleitete.
GB 1980; Regie: Laura Mulvey & Peter Wollen; Kamera: Diane Tammes; Schnitt & Ton: Larry Sider; Musik: Feminist Improvising Group, Poly Styrene and X-Ray Spex, Jack Hylton and his Orchestra; Darstellerin: Mary Maddox; Stimmen von Yvonne Rainer, Jonathan Eden, Laura Mulvey und Peter Wollen; (DCP; S/W und Farbe; 1:1,33; Mono; Farbe; 34 min; engl. OF mit dt. UT)


MAYA DEREN’S SINK
Regie: Barbara Hammer
Ausgangspunkt für Barbara Hammers Femmage an Maya Deren (1917–1961) – die Grande Dame des amerikanischen Avantgardefilms – ist deren Waschbecken. Kurze Ausschnitte aus Derens wichtigsten Arbeiten werden auf Möbel, Böden und das titelgebende Waschbecken projiziert; Bekka Lindström eignet sich die Figur Maya Deren tanzend und aus ihren Werken zitierend an; Gespräche mit Derens Weggefährt_innen und den jetzigen Bewohner_innen des Hauses in L.A. sowie der Wohnung in New York beschwören „den Geist einer überlebensgroßen Person“. Das Resultat ist ein „gedankenvolles“, „einzigartiges Kunstwerk“, das sich einer außergewöhnlichen Filmemacherin und Autorin auf originelle Art und Weise mit Barbara Hammers „unverkennbarer Handschrift“ annähert. (Jury-Begründung)
Auszeichnung: Teddy für den besten Kurzfilm – Berlinale 2011
USA 2012; Regie: Barbara Hammer; Kamera: Erin Harper, Barbara Hammer, K.J. Mohr; Schnitt: Stephanie Testa, Barbara Hammer; Ton: Stephanie Testa, One Glass Video; Musik: Tavia Ito, Teiji Ito; Mitwirkende: Bekka Lindstrom; Interviews (Voices from the Walls): Tavia Ito, May Routh, Jean Reynolds, Carolee Schneemann, u.a. (DCP; Farbe; 30 min; engl. OF)

  
Filmplakat