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FUTATSUME NO MADO

STILL THE WATER

R: Naomi Kawase

August auf der subtropischen japanischen Insel Amami-Oshima: Noch zeigt sich die Vegetation in ihrer prallen Üppigkeit, während das Meer manchmal schon die herbstlichen Stürme ankündigt und eine Leiche an Land spült. Kyoko, die Tochter einer Schamanin und eines leidenschaftlichen Surfers, verliebt sich in Kaito, einen verschlossenen Jungen, der mit seiner Mutter aus Tokyo auf diese Insel zugezogen ist. Kyoko liebt – wie ihr Vater – das Meer, Kaito hingegen fürchtet sich davor. Das Mädchen sieht sich gezwungen, von der eigenen Mutter, die im Sterben liegt, Abschied zu nehmen. Der Junge wiederum hat sich innerlich schon längst von seiner Mutter losgesagt, weil er nicht verstehen kann, warum sie sich vom Vater getrennt hat. Er läuft Gefahr, der Liebe auszuweichen, da sie ihm – wie das Meer – Angst macht.
„STILL THE WATER ist ein in atmosphärischen Bildern getauchtes, wundervoll fotografiertes Liebes- und Familien-Drama. Ein stilles Werk […] mit zwei herausragenden Jung-Darstellern, die ihre Rollen glaubwürdig und bemerkenswert eindringlich verkörpern.“ (Björn Schneider in: www.programmkino.de)
Naomi Kawase zeigt, dass für große Themen wie „Liebe“, „Hoffnung“, „Vergänglichkeit“, „Tod“ und „Würde“ auch im 21. Jahrhundert noch überraschende und überzeugende Bilder voll poetischer Kraft gefunden werden können. „Traumverloren schön, mitreißend, bewegend, zutiefst spirituell, aber ohne esoterische Auswüchse ist dieser Film“. (Susanne Ostwald in: NZZ) „Selten gab es im Kino eine so lange, so unsentimentale, so tröstende Sterbeszene wie in STILL THE WATER, selten ist eine junge Liebe so sachlich-schön erblüht. Der Mensch, möchte man für die Dauer eines Kawase-Films glauben, ist doch nur ein Rädchen der Schöpfung.“ (Hanns-Georg Rodek in: Die Welt)
Diese Interpretationen liegen ganz im Sinne Kawases, deren familiäre Wurzeln auf Amami Oshima liegen. In all ihren Filmen weist sie der Natur und deren Erscheinungen nach shintoistischer Tradition eine Hauptrolle zu: „Ich wünsche mir, dass Zuschauern des Films klar wird, dass wir Menschen nicht der Nabel der Welt sind. Wir sind nur ein kleiner Teil eines großen Kreislaufes.“ (Naomi Kawase)
Naomi Kawase, 1969 in Japan geboren, ist eine der wenigen Regisseurinnen aus Asien, die international anerkannt und bekannt wurden. Bereits ihr Spielfilmdebüt MOE NO SUZAKU wurde 1996 in Rotterdam und Cannes ausgezeichnet. MOGARI NO MORI / THE MOURNING FOREST (kinovi[sie]on November 2008), für den sie 2007 bei den 60. Internationalen Filmfestspielen in Cannes den Großen Preis der Jury erhielt, machte sie einem breiteren Publikum bekannt.

Auszeichnungen: RWE Film Award 2015 – Internationales Frauenfilmfestival Köln/Dortmund 2015; Jury Prize (Best Director & Best Cinematography) – RiverRun International Film Festival 2015; Best Actress Award – Sakhalin International Film Festival 2014;

Spanien/Frankreich/Japan 2014; Regie & Drehbuch: Naomi Kawase; Kamera: Yutaka Yamazaki; Schnitt: Tina Baz; Musik: Hasiken; DarstellerInnen: Nijirô Murakami (Kaito), Jun Yoshinaga (Kyoko), Miyuki Matsuda (Isa), Makiko Watanabe (Misaki), Jun Murakami (Atsushi), u.a.m. (DCP; 1:2,35; Farbe; Dolby Digital; 118min; japanische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
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