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PERSEPOLIS

R: Marjane Satrapi & Vincent Paronnaud

Das Mädchen Marjane wächst in einer großbürgerlichen Familie zur Zeit von Schah Mohammad Reza Pahlevi in Teheran auf. Der ersten Euphorie über den Sturz des Schahs folgt bald die Ernüchterung. Die kleine Rebellin Marjane ist vom Kopftuchzwang für Mädchen gar nicht begeistert. Sie interessiert sich mehr für Punkmusik und Basketball. Als die politischen Repressionen immer stärker werden, schicken die Eltern ihre mittlerweile 14-jährige Tochter auf das Lycée Français nach Wien. Zunächst in einem Klosterinternat wohnend, durchlebt Marjane neben dem Heimweh alle Höhen und Tiefen der Pubertät. Nach ihrer Rückkehr in Teheran fällt es ihr schwer, dort wieder Fuß zu fassen. Sie emigriert schließlich mit Anfang 30 nach Frankreich.
Basierend auf dem vierbändigen Comic von Marjane Satrapi, erzählt PERSEPOLIS die autobiographisch inspirierte Geschichte der aus dem Iran stammenden Regisseurin und Zeichnerin. „Weitgehend schwarzweiß gehalten knüpft [der Trickfilm] ästhetisch dort an, wo der Animationsfilm einmal in vollster Blüte stehend vergessen wurde: Als ideales Medium für das persönliche Erzählen von Geschichten und Geschichte. Keine andere Filmform kann persönliche Erinnerungen so unverstellt und unkorrumpierbar wiedergeben. Und Paronnaud und Satrapi mobilisieren alle Mittel dieser zweidimensionalen Kunst, die in digitalen Zeiten schon für mausetot erklärt wurde, um aus einer persönlichen Lebensgeschichte ein Bild für alle zu machen." (Daniel Kothenschulte in Frankfurter Rundschau)
Marjane Satrapi und Co-Regisseur Vincent Paronnaud ermöglichen dem Publikum einen besonderen, stark persönlich gefärbten Einblick in die Geschichte des Irans. Dabei beweist Satrapi einen Sinn für Humor, einen Blick für feine Nuancen. Seit ihren Bucherfolgen gilt sie in Europa „als weibliche Galionsfigur für einen modernen, toleranten, aufgeschlossenen Iran.“ Obwohl sie in PERSEPOLIS die Auswirkung der „großen“ Politik auf ein kleines Mädchen erzählt, sieht sich Satrapi selbst nicht als politische Vorkämpferin. Weder Film noch Buch seien in erster Linie als politisches Statement gedacht, sondern „vor allem [als] eine Liebeserklärung an die eigene Familie. Eine, die bei allem Charme, aller Rührung und aller schönen Selbstironie doch von einer feinen Melancholie ist. Von einer unstillbaren Sehnsucht nach einem verlorenen Paradies aus Kindheit und einem fernen, fernen Land.“ (Birgit Glombitza in www.spiegel.de)

PERSEPOLIS wurde international mit ca. dreißig Auszeichnungen gewürdigt.

Auszeichnungen (Auswahl): Preis der Jury – Filmfestspiel Cannes 2007; Bestes Erstlingswerk & Beste Drehbuchadaption – César Awards 2008; Bester Animationsfilm – New York Film Critics Circle Awards 2007, Los Angeles Film Critics Association Awards 2007 & International Cinephile Society Awards 2008; Bester Spielfilm – Jerusalem Film Festival 2007; Freedom of Expression Award – National Board of Review (USA) 2007; Bestes Erstlingswerk – Étoiles d’Or 2008 & French Syndicate of Cinema Critics 2008; Bester Film – Globes de Cristal Award 2008; Sutherland Trophy – British Film Institut Awards 2007; Publikumspreis – Vancouver International Film Festival 2007, Rotterdam International Film Festival 2008 & International Film Festival Sao Paulo 2007; Bester Fremdsprachiger Film – Argentinean Film Critics Association Awards 2009; EDA Female Fokus Award & EDA Special Mention Award – Alliance of Women Film Journalists 2007;


Frankreich 2007; Regie & Buch: Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud – nach der Graphic Novel von Marjane Satrapi; Musik: Olivier Bernet; Schnitt: Stéphane Roche; Stimmen: Chiara Mastroianni, Catherine Deneuve, Danielle Darrieux, u.a.; (35mm; 1:1,85; S/W und Farbe; Dolby SRD; 96min; französische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
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