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FISH AND ELEPHANT

JIN NIAN XIA TIAN

R: Li Yu

Zwei junge Frauen in China lernen sich kennen und lieben: Xiao Qun, die als Elefantenwärterin in einem Zoo beschäftigt ist, trifft auf Xiao Ling. Erster Störfaktor der frisch Verliebten ist Xiao Quns Mutter. Dass sie bei Xiao Qun einzieht, wäre noch irgendwie verkraftbar, aber als sie aktiv nach Heiratskandidaten für die Tochter sucht, wird die Heim­lichtuerei unerträglich. Das plötzliche Auftauchen von Junjun, der ehe­maligen Geliebten von Xiao Qun, wird zum nächsten Prüfstein.
„JIN NIAN XIA TIAN ist ein ruhiger Film, der sich in der Ge­­schlos­sen­heit seiner Bil­der auch formal als Aus­schnitt prä­sentiert: als Blick in eine Gesellschaft, in der vieles nicht gesehen wird, weil es nicht gesehen werden darf. Die Stim­men, die Ge­­räusche, der Lärm von der Straße bilden hier eine Art Ge­genwelt zu dieser Abgeschiedenheit, die – wie die Bezie­hung der Frauen – ihr eigenes Tempo hat.” (Der Standard: 23.10.2001)
Li Yu setzt sich in ihrem Spielfilmdebüt auf sehr komplexe und differenzierte Weise mit dem Thema Intoleranz gegenüber Homosexualität auseinander – im Schau­spielteam ist auch die in Beijing bekannte Queer-Aktivistin Shi Tou. „Der bei­nahe dokumentarisch wir­kende Film ist durchwegs mit Laien besetzt, beruht auf einer wahren Ge­­schichte und ist mit viel Spontaneität und Im­­­­pro­visations­bereit­schaft produziert. (…) In China unterlag FISH & ELEPHANT der Zensur: Nach der ersten Vorstellung in der Pekinger Uni­versität ist er sofort abgesetzt worden.” (Kirsten Liese in: www.kinofenster.de)
Die Regisseurin kam bereits öfters mit der chinesischen Zensurbehörde in Kontakt. Bereits ihr erster Dokumentarfilm als Produzentin JIE JIE (1996) fand zwar internationale Beachtung, wurde aber in China verboten. Bei DAM STREET (2005) musste sie das Drehbuch stark abändern, um es „unzensuriert” realisieren zu können. Trotzdem wurde sie auf dem Flanders Inter­national Film Fes­tival ausgezeichnet und er­hielt den C.I.C.A.E.- Preis bei den Film­fest­spielen von Venedig. kinovi[sie]on präsentierte bereits den dritten Spielfilm von Li Yu – PING GUO (LOST IN BEIJING), der eben­falls trotz mehrfacher Auszeichnungen nur in einer zensurierten Version in China gezeigt wurde.
- Auszeichnungen: Elvira Notari Prize – Venedig Film Festival 2001; Netpac Award (Special Mention) – Berlinale 2002

China 2001; Regie, Buch, Schnitt: Li Yu; Kamera: Fei Xiaoping; Musik: He Wie; DarstellerInnen: Pan Yi (Xiao Qun), Shi Tau (Xiao Ling), Zhang Qianqian (Junjun), Zhang Jilian (Mutter), Xi Wei (Polizist), Yi Tao (Xiao Lings Freund), Su Pengcheng (Mr Zhang), Li Qing (Buchhalter), Li Lun (Professor), Li Xuan (Cousin) u.a.; (16mm; 1:1.37; Farbe; 96min; ORIGINALFASSUNG – in Mandarin – MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN). Li Yu – Biographie: Die Filmregisseurin und Drehbuchautorin Li Yu wurde 1973 in der Pro­vinz Sahandong im Norden Chinas geboren. Sie studierte zunächst chinesische Literatur, bevor sie einige Zeit äußerst erfolgreich als Fernsehmoderatorin, Drehbuchautorin und Regisseurin für das staatliche, chinesische Fernsehen arbeitete. Seit Ende der 1990er Jahre ist sie als unabhängige Drehbuchautorin, Produzentin und Regisseurin tätig. Filmographie (Auswahl): JIE JIE / SISTERS (Dokumentarfilm, 1996 / Produzentin) SHOU WANG / STAY & HOPE (Dokumentarfilm, 1997 / Produzentin) JIN NIAN XIA TIAN / FISH AND ELEPHANT (Spielfilm, 2000 / Regisseurin) HONG YAN / DAM STREET (Spielfilm, 2004 / Regisseurin) PING GUO / LOST IN BEIJING (Spielfilm, 2007 / Regisseurin)