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PING GUO

LOST IN BEIJING

R: Li Yu

Ping Guo zieht mit ihrem Mann An Kun von einer Provinzstadt im Norden Chinas in die Megapolis Peking. Sie nimmt eine Arbeit als Masseuse bei Lin Dong an, dessen sozialer Aufstieg vom Zuwanderer aus der Provinz zum wohlhabenden Unternehmer Vorbild für viele ist. Auch Ping Guo und ihr Mann träumen vom großen Glück in Peking und verlieren schließlich alles, was sie hatten: das Vertrauen zueinander, ihre Würde und sich selbst. Ping Guo wird von ihrem Chef vergewaltigt, während ihr Mann zufällig die Tat mit ansieht. Als Ping Guo schwanger wird, wittert An Kun eine Chance auf Reichtum: er verkauft das Kind an Lin Dong und dessen Ehefrau.
LOST IN BEIJING zeichnet anhand einer ménage à quatre kein vorteilhaftes Bild der chinesischen Gesellschaft vor dem Hintergrund der Massenmigration von der Peripherie in die Zentren, des damit verbundenen gesellschaftlichen Wandels und des sich rasant entwickelnden ökonomischen Umbruchs in China. Die Entwurzelung und existenzielle Unbehaustheit aller vier ProtagonistInnen, ihre emotionale Überforderung in einer von Kapital bestimmten Welt, die Orientierungslosigkeit in einer sich rapide verändernden Stadtlandschaft, spiegeln sich formal durch den Einsatz der Handkamera: „Wang Yus DV Kamera, teils wacklig, teils unscharf und taumelnd, nie ruhend, zieht uns in den Sog Pekings, erklimmt schwindelerregende Höhen, fährt hinauf an gläsernen Skyscrapern, taucht ein in die Neonlichter, zeigt den Glanz und Abschaum der Metropole.“ (Katrin Knauth in: www.kino-zeit.de)
Vor allem Hauptdarstellerin Fan Bing Bing und Hongkong-Veteran Tony Leung Ka Fai brillieren in ihren Rollen: „Aus dem glücklichen Zusammenwirken von beeindruckenden Schauspielerleistungen und Formgebung entsteht ein pulsierendes Werk, berstend schier vor Gegenwärtigkeit und roher Lebensenergie.“ (Alexandra Seitz in: StadtkinoZeitung)

China 2007; Regie: Li Yu; Drehbuch: Li Yu, Li Fang; Kamera: Yu Wang; Schnitt: Jian Zeng; Musik: Yazdania Peyman; DarstellerInnen: Fan Bingbing (Guo Liu Ping), Dawei Tong (Kun An), Tony Leung Ka Fai (Lin Dong), Jin Elaine (Mei Wang) u.a.; (35mm; Farbe; 1:1,85; 112min; ORIGINALFASSUNG – mandarin – MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN Li Yu: Die Filmregisseurin und Drehbuchautorin Li Yu wurde am 2. Dezember 1973 in der Provinz Sahandong im Norden Chinas geboren. Sie studierte zunächst chinesische Literatur, bevor sie einige Zeit sehr erfolgreich als Fernsehmoderatorin arbeitete. Seit 1996 ist sie als Drehbuchautorin, Produzentin und Regisseurin tätig. Mit FISH AND ELEPHANT gelang ihr ein beeindruckendes Spielfilmdebüt für welches sie aufgrund der Thematik (FISH AND ELEPHANT handelt von einem lesbischem Paar, das gegen Intoleranz kämpft) in China für Aufregung sorgte. Für ihr gesellschaftskritisches Werk, das u.a. auf der Berlinale und den Filmfestspielen in Venedig zu sehen war, erhielt Li Yu zwei Auszeichnungen. Auch ihre weiteren Werke erhielten internationale Anerkennung. Filmographie (Auswahl): JIE JIE / SISTERS (Dokumentarfilm, 1996 - Produzentin) SHOU WANG / STAY & HOPE (Dokumentarfilm, 1997 – Produzentin) JIN NIAN XIA TIAN / FISH AND ELEPHANT (Spielfilm, 2000 - Regisseurin) HONG YAN / DAM STREET (Spielfilm, 2004 - Regisseurin) PING GUO / LOST IN BEIJING (Spielfilm, 2007 - Regisseurin)