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SONJA

R: Kirsi Marie Liimatainen

Sonja und Julia befinden sich an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Sie sind beste Freundinnen und besprechen alles, was sie bewegt: ihre Vorstellungen und Träume, die Liebe und ihre Erfahrungen mit Jungs und wie es wohl sein wird, wenn frau erwachsen ist. Irgendwann wird für Sonja klar, was sie in ihren bisherigen Flirts vermisst hat. Doch wie kann sie ihrer besten Freundin mitteilen, was sie wirklich für sie empfindet, ohne dabei die Freundschaft zu riskieren? Im Laufe der Sommerferien trifft sie eine Entscheidung...
SONJA, das beeindruckende Spielfilmdebüt der aus Finnland stammenden Regisseurin Kirsi Marie Liimatainen, ist „ein stiller Film, der durch seine Poesie und Sensibilität besticht. Er behandelt die allgemeingültigen und zeitlosen Themen der jugendlichen Selbstfindung, der geschlechtlichen Identität und Orientierung im Kontext eines urbanen Umfeldes der Gegenwart. Es ist die feinfühlige Charakterzeichnung einer jungen Frau, die sich abzugrenzen versteht und ihre Ansprüche an die Welt angemessen formuliert. [...] Mutig und entschlossen folgt Sonja ihren Gefühlen, lässt sich nicht beirren und geht dabei bis an ihre Grenzen...“ (Begründung der Findlingsjury)
Der Ursprung für diesen Film liegt in der Pubertät der Regisseurin: „Unsere Seelen und unsere Herzen waren voll von glücklichen Farben, Hoffnung, Neugier und unruhigen Träumen, wie die dünnen, sich bewegenden Schwingen des Schmetterlings... Egal in welchem Land oder in welchem Jahr man geboren ist, die Jugendzeit ist immer das gleiche für uns alle: zerbrechlich und einmalig – in der ein Tag wie ein Jahr sein kann.“ (Liimatainen)
SONJA ist ein mutmachendes, sensibles Werk über die Erfahrungen einer jungen Frau, die in einer Zeit der intensiven Gefühle ihren Weg geht. Alles ist neu und aufregend – und gleichzeitig liegt Verletzlichkeit vor. Liimatainen zeigt diese großen Gefühle im Kleinen – in den differenzierten Blicken und Gesten ihrer hervorragenden DarstellerInnen (allen voran Hauptdarstellerin Sabrina Kruschwitz).
„Ein Abschlussfilm der HFF-Schule 'Konrad Wolf', der einmal mehr die Stärke des jungen deutschen Films demonstriert." (Peter Zander in: Die Welt)
Auszeichnung: Findlingspreis – Filmkunstfest Schwerin 2006; Lobende Erwähnung – Identities 2007;

Deutschland 2006; Regie & Buch: Kirsi Marie Liimatainen; Kamera: Yoliswa Gärtig; Musik: Friedemann Matzeit; DarstellerInnen: Sabrina Kruschwitz (Sonja), Julia Kaufmann (Julia), Nadja Engel (Sonjas Mutter), Christian Kirste (Anton), u.a.m. (35mm – von Digi Beta übertragen; Farbe; 73min; deutsche ORIGINALFASSUNG). Kirsi Marie Liimatainen: geb. 1968 in Tampere, Finnland. Sie studierte Theater und Drama an der Universität von Tampere. Von 1991 bis 1999 arbeitete sie in Finnland als Schauspielerin für Film, Fernsehen und Theater, 1999-2006 studierte sie Regie an der HFF „Konrad Wolf“, Potsdam. Filmographie: SONJA (2006, Spielfilm), FRÜHLINGSHYMNE (2002, Dokumentarfilm), MODLICHA (2001, mittellanger Spielfilm).