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Keine Spielzeit in dieser Woche


STUMMFILME VON GERMAINE DULAC

R: Germaine Dulac

THÉMES ET VARIATIONS
„Ich rufe die Vorstellung einer Tänzerin hervor! Eine Frau? Nein. Eine Linie, die sich in harmonischen Rhythmen bewegt. Ich rufe auf Schleiern eine Lichtprojektion hervor! Deutlicher Stoff! Nein. Fließende Rhythmen. Warum das Vergnügen, das die Bewegung im Theater erzeugt, im Kino verachten? Harmonie der Linien. Harmonie des Lichts.“ (Dulac nach Lena Christolova, Konstanz).
F 1928; 16mm; 1:1,37; s/w; stumm; 9 min

DISQUE 957
Als visuelle Impression zu Frédéric Chopins 5. und 6. Präludium konzipiert.
F 1928; 16mm; 1:1,37; s/w; stumm; 6 min

ÉTUDE CINÉMATOGRAPHIQUE SUR UNE ARABESQUE
Dulac verstand dieses formale Experiment als visuelle Symphonie.
F 1929; 16mm; 1:1,37; s/w; stumm; 7 min;

Die drei Kurzfilme, welche als „stumme Musikfilme“, als kinematographisches Ballett, als Lichtskulpturen konzipiert wurden und eine Reaktion auf den Tonfilm darstellen, können als Trilogie verstanden werden: „Schneidet sie in dem ersten Film noch Balletttänzerinnen und Bewegungsmuster von Maschinen ineinander, so montiert sie in den anderen zwei Kurzfilmen Bilderfolgen von Lichtfragmenten und -schwingungen, welche die Musik von Chopin und Debussy zu illustrieren haben: jedem Lichtfeld im Film soll die Bedeutung einer akustischen Schwingung zukommen: ‚visuelle Rhythmen, um ein kinematographisches Ballett zu komponieren’.“ (Lena Christolova).


LA SOURIANTE MADAME BEUDET
DAS LÄCHELN DER MME. BEUDET

Madame Beudet lebt ein stilles und zurückgezogenes Leben in einer französischen Provinzstadt. Ihre Ehe lässt kaum Raum für eigene Wünsche und Bedürfnisse, bis sich Madame Beudet gegen die Provokationen ihres Mannes zu wehren beginnt.
„Germaine Dulac verbindet Erzähltechniken des französischen impressionistischen Kinos mit dem Versuch, Innenwelten und Sehnsüchte einer jungen Frau darzustellen. Dafür setzt sie elaborierte visuelle Mittel ein, die sie als Vertreterin der französischen Kino-Avantgarde auszeichnen, und bricht lineare Erzählfolgen. Der Film changiert zwischen Traum und Wirklichkeit, Vision und Erinnerung, Melodram und Sozialkritik. Entstanden ist ein kleines Meisterwerk, das unglaublich modern und zeitlos wirkt - quasi im Schnittpunkt von Virginia Woolf und Geschichten aus dem Alltag à la Claude Chabrol oder Luis Bunuel.“ (www.stummfilmmusiktage.de) Mit LA SOURIANTE MME. BEUDET schuf Germaine Dulac einen der ersten feministischen Filme der internationalen Filmgeschichte.
Frankreich 1922; Regie: Germaine Dulac; Drehbuch: Denys Amiel, André Obey; DarstellerInnen: Germaine Dermoz, Alexandre Arquillière, u.a. (16mm; 1:1,33; s/w; stumm; ca. 38 min).