09/2014

Mo 8. 9. 18.25 Uhr Leokino 2
L’ENFANT ENDORMI / DAS SCHLAFENDE KIND
R: Yasmine Kassari


In einem abgelegenen Dorf im Nordosten Marokkos verabschiedet die junge Zeinab am Tag nach ihrer Hochzeit ihren Mann, der wie viele andere junge Männer des Dorfes nach Europa aufbricht, um dort Arbeit zu suchen. Halima, die beste Freundin von Zeinab, teilt das gleiche Schicksal. Beide jungen Frauen leben bei ihren Schwiegereltern und verbringen ihren Alltag mit harter Arbeit und dem Warten auf Neuigkeiten aus Übersee. Die erhofften Nachrichten kommen allerdings selten und die Möglichkeiten von Zeinab und Halima, mit ihren Ehemännern in Kontakt zu treten, sind sehr begrenzt. Als Zeinab feststellt, dass sie schwanger ist, beschließt sie auf Druck der Schwiegermutter – nach einer alten Tradition – das ungeborene Kind „schlafen zu legen“. Dadurch soll das Kind erst nach der Rückkehr des Vaters zur Welt kommen, sodass dieser bei der Geburt anwesend sein kann, doch die Monate vergehen. Nach einer Phase des Wartens beginnen Zeinab und Halima mehr und mehr ihr Leben in die Hand zu nehmen, und insbesondere Halima rüttelt an den patriarchalen Strukturen.

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kinovi[sie]on wird unterstützt von:
Stadt Innsbruck, Bundesministerium für Bildung und Frauen, Land Tirol
In Kooperation mit: Renner-Institut






kinovi[sie]on – ein Projekt des Otto Preminger-Instituts (Leokino/Cinematograph) – stellt seit dem Internationalen Frauentag 2005 einmal monatlich (jeweils am 8.) das Filmschaffen von Frauen in den Mittelpunkt. Der Filmzyklus kinovi[sie]on will nicht nur darauf aufmerksam machen, dass Frauen als Filmemacherinnen signifikant unterrepräsentiert sind, sondern vor allem dieser Tatsache entgegenwirken. kinovi[sie]on präsentiert monatlich künstlerisch anspruchsvolle Filme von Regisseurinnen, die sonst nicht in Tirol zu sehen wären. Zudem fokussiert kinovi[sie]on – mit einem kritischen Blick – frauenpolitisch relevante Themen: kinovi[sie]on versucht auf die nach wie vor bestehende Benachteiligung von Frauen aufmerksam zu machen, auf die Diskriminierung von marginalisierten Gruppen hinzuweisen, Unterdrückungsmechanismen aufzuzeigen und unterschiedliche Lebenskonzepte von Frauen sichtbar zu machen.
Nach Maßgabe der finanziellen Mittel werden Regisseurinnen und Referentinnen für Publikumsgespräche bzw. Impulsreferate eingeladen, um die Filmpräsentationen in filmtheoretische und gesellschaftspolitische Zusammenhänge einzubetten und zu diskutieren.
kinovi[sie]on ist österreichweit einzigartig und erreicht jährlich durchschnittlich 1.280 BesucherInnen.


Konzept, Umsetzung, Dokumentation: Gerlinde Schwarz und Gertraud Eiter
Kontakt: kinovisieon@leokino.at





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