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SCHLINGENSIEF - IN DAS SCHWEIGEN HINEINSCHREIEN

R: Bettina Böhler

Schlingensief galt als künstlerisches Wunderkind. Bereits mit Anfang 20 hatte er Lehraufträge an Kunsthochschulen inne. Aufmerksamkeit als Filmemacher erlangte er mit seiner „Deutschlandtrilogie” (ab 1989), bevor er sich später als von der Kritik gefeierter Theater-Regisseur etablierte – und an einigen der renommiertesten Häuser inszenierte (unter anderem im Schauspielhaus Zürich oder am Wiener Burgtheater).
In Böhlers „Montage-Film” darf der Porträtierte gewissermaßen über sich selbst berichten. Zumindest entsteht ein solcher Eindruck, denn zwischen all den Ausschnitten und Szenen aus Theaterinszenierungen, Filmen und radikalen Protestaktionen sieht man immer wieder Schlingensief wie er über sein Leben und Werk spricht. Nicht, weil er in hohem Maße Narzisst oder selbstverliebt wäre, sondern weil er letztlich dann doch meist mit den immer gleichen Fragen konfrontiert wurde: Geht es ihm um Kunst oder Provokation? Und was möchte er mit seinen Aktionen ausdrücken?
Kunstfreiheit heißt heute, zehn Jahre nach seinem Tod, etwas anderes. In den hitzigen Debatten unserer Tage geht es darum, ob Kunst mehrdeutig ist und somit allenfalls verbal verletzen darf. Oder ob sie ein Safe Space sein soll, ein Schutzraum für Marginalisierte. Es wäre spannend, Schlingensief auch im Licht gegenwärtiger Debatten zu sehen. Sichere Räume und harte Inszenierung. (nach: filmrezensionen.de)

Deutschland 2020; Regie: Bettina Böhler; Musik: Helge Schneider; Buch: Bettina Böhler; Mitwirkende: Christoph Schlingensief, Margit Carstensen, Udo Kier, Sophie Rois, Tilda Swinton, Helge Schneider u.a.; (DCP; Farbe; 124min; deutsch-englische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UTERTITELN).


  
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