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GUEST OF HONOUR

R: Atom Egoyan

Nach dem Tod des Gesundheitsinspektors Jim wendet sich seine Tochter Veronica an einen Priester. Schließlich war es der letzte Wunsch ihres Vaters, dass ausgerechnet dieser Priester die Trauerrede hält, obwohl Jim selbst weder Kirchgänger noch ein Mitglied der Gemeinde war. Also fängt der Gottesmann an, Veronica über ihren Vater zu befragen. Sie erzählt ihm erst von seinem Beruf, bei dem er Restaurants auf Einhaltung der Hygienevorschriften kontrollierte und dem er mit großer Gründlichkeit nachging.
Die von Atom Egoyan selbst als „prismatisch“ bezeichnete Herangehensweise bei seinen Filmen gleicht dem Spiel mit der Erinnerung sowie dem Konflikt von Wahrheit und Täuschung, das Hitchcock mit so großer Lust gespielt hat. Egoyan verlangt eine gute Kombinationsgabe von seinem Publikum, da sich die dramatische Wucht seiner Erzählung, die Dimensionen der Konflikte und Charaktere erst nach und nach erschließen, während der Film immer wieder neue Ebenen dieses narrativen Puzzles liefert.
GUEST OF HONOUR ist ein sensibler Film über Erinnerung und Schuld, aber auch über die Möglichkeit einer Versöhnung. Clever geschrieben sowie formal komplex ist Atom Egoyan ein Drama gelungen, welches auf visueller und schauspielerischer Ebene zu überzeugen vermag. (nach: filmstarts.de, filmrezensionen.de)

Kanada 2019; Regie & Buch: Atom Egoyan; Kamera: Paul Sarossy; Musik: Mychael Danna; DarstellerInnen: David Thewlis (Jim), Luke Wilson (Father Greg), Laysla De Oliveira (Veronica), Rossif Sutherland (Mike) u.a.; (DCP; Farbe; 105min; englische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat