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IL DECAMERON

R: Pier Paolo Pasolini

„Warum Kunst machen, warum nicht einfach von ihr träumen”, fragt sich Giotto, gespielt von Pier Paolo Pasolini selbst, in einer Szene des Films. Aus Boccaccios Novellensammlung greift Pasolini neun heraus und dreht einen vulgär-fröhlichen Episodenfilm. Er erzählt vom naiven Andreuccio, der, aus dem Norden kommend, von hinterfotzigen Bewohnern Neapels sprichwörtlich bis aufs letzte Hemd ausgezogen wird, von lüsternen Ordensfrauen und von blauäugigen Ehemännern und untreuen Ehefrauen. Kurz: Pasolini setzt hier auf erotisch Lebensvolles, Antiklerikales, Aufmüpfiges, auf Zauberei und folkloristischen Singsang, auf Sex und Gaunerei und auf die wirkmächtige Bildsprache der Renaissancemalerei.

Italien, Frankreich, Deutschland 1970/71; Regie & Buch: Pier Paolo Pasolini, nach „Il decameron” von Giovanni Boccaccio; Kamera: Tonino Delli Colli; Musik­auswahl: Ennio Morricone & Pier Paolo Pasolini; DarstellerInnen: Franco Citti (Cepparello/Ciappelletto), Ninetto Davoli (Andreuccio), Jovan Jovanovic (Rustico), Vincenzo Amato (Massetto), Giuseppe Zigaina (Beichtvater), Pier Paolo Pasolini (Giotto) u.a.; (DCP; 1:1,85; Farbe; Mono; 112min; italienische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat