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Keine Spielzeit in dieser Woche


SELVMORDSTURISTEN

SUICIDE TOURIST

R: Jonas Alexander Arnby

Der Versicherungsdetektiv Max leidet an einem unheilbaren Gehirntumor und hat beschlossen, sich das Leben zu nehmen. Vorläufig scheitert er jedoch an der Umsetzung seines Plans. Da erhält er einen Anruf einer früheren Kundin. Sie will das Verschwinden ihres Mannes Arthur aufklären, um endlich seine Lebensversicherung in Anspruch nehmen zu können. Max soll ihr dabei helfen. Bei den Nachforschungen stößt er auf einen Werbefilm des mysteriösen Hotels Aurora, mit dem Arthur vor seinem Tod zu tun hatte. Das Hotel bietet geplante und betreute Suizide an. Einmal dort eingecheckt, gibt es kein Zurück mehr. Auch aus eigenem Interesse nimmt Max Kontakt auf. Im Hotel der besonderen Art angekommen begibt er sich auf eine existenzielle Reise auf der Suche nach Wahrheit und der Unausweichlichkeit des Todes.
Die aufgehobene Chronologie der Erzählung, die Kamera und die Filmmusik halten den Film in der Genre-Schwebe. Die Atmosphäre ist mysteriös und kafkaesk, testet dennoch gelegentlich das Comedy-Potenzial der makabren Handlung. Einmal im Berghotel Aurora angekommen, verhandelt der Film das kontroverse Thema der professionellen Sterbehilfe. Auf diese Art „Zauberberg” wird der letzte Akt nach allen Regeln eines Luxus-Resorts professionell organisiert: Vielleicht ein kurzes Abschiedsvideo für die Angehörigen? Lieber in eine biologisch abbaubare Urne oder doch als Dünger für eine selbstgewählte Pflanze? SUICIDE TOURIST ist zugleich Mystery-Thriller, existenzialistisches Drama und psychedelischer Hotel-Film vor der atemberaubenden Kulisse der Schweizer Bergwelt.
(aus: kino-zeit.de; filmstarts.de; wessels-filmkritik.com).

Dänemark/Norwegen/Deutschland 2019; Regie: Jonas Alexander Arnby; Buch: Rasmus Birch; Musik: Mikkel Hess; Kamera: Niels Thastum; Schnitt: Yorgos Mavropsaridis; DarstellerInnen: Nikolaj Coster-Waldau (Max), Tuva Novotny (Lærke), Kate Ashfield (falsche Mutter); Robert Aramoyo (Ari), Jan Bijvoet (Frank), Sonja Richter (Alice Dinesen), Johanna Wokalek (Linda) u.a.; (DCP; Farbe; 90min; dänische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat