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SEBERG

R: Benedict Andrews

   OmU

Die weltweit gefeierte Schauspielerin Jean Seberg war 40 Jahre alt, als sie am 30. August 1979 starb (so zumindest das offizielle Todesdatum, sie wurde erst zehn Tage nach ihrem Verschwinden in ihrem Auto gefunden). Offiziell war es Suizid, aber mit „ungeklärten Fragen”. Auf den Tag genau – 40 Jahre später – feierte SEBERG von Benedict Andrews seine Premiere 2019 im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig.
Im Jahr 1957 gibt Jean Seberg (Kristen Stewart) ihr Hollywood-Debüt. Doch die Arbeit mit dem gnadenlosen Hollywood-Regisseur Otto Preminger hinterlässt bei ihr nicht nur körperliche, sondern auch seelische Narben. Ihr Glück findet sie erst in Frankreich, wo sie sich als Schauspielerin etwa in AUSSER ATEM neu erfindet. Die eigentliche Handlung von SEBERG setzt aber erst im Mai 1968 ein: Jean soll in Hollywood für die Hauptrolle im Western-Musical WESTWÄRTS ZIEHT DER WIND vorsprechen. Aber schon bei ihrer Ankunft wird sie auf den Black-Power-Aktivisten Hakim Jamal aufmerksam – und im selben Moment das FBI auf sie.
SEBERG stellt die titelgebende Hauptfigur als resolute Politikaktivistin vor. Die fest im Leben stehende Frau kokettiert bisweilen sogar mit ihrer Popularität, um diese gezielt für die Aufmerksamkeit politischer Belange zu nutzen. Doch mit zunehmender Laufzeit legt Andrews den Fokus auf die sich sukzessive immer enger um Sebergs Hals legende Schlinge und darauf, mit welcher Selbstverständlichkeit die Ermittler in ihrem Leben herumschnüffeln. Benedict Andrews wollte sichtbar von etwas anderem, etwas Wichtigerem erzählen als von einer grandiosen Mimin. Und so wie er das hier tut, bleiben nicht nur der Film, sondern auch die Person Jean Seberg auf eine eindringliche Weise im Gedächtnis. (nach: filmstarts.de; programmkino.de)

Großbritannien/USA 2019; Regie: Benedict Andrews; Buch: Joe Shrapnel & Anna Waterhouse; Kamera: Rachel Morrison; Musik: Jed Kurzel; DarstellerInnen: Kristen Stewart (Jean Seberg), Yvan Attal (Romain Gary), Jack O’Connell (Jack Solomon), Margaret Qualley (Linette Solomon), Gabriel Sky (Diego Gary), Vince Vaughn (Carl Kowalski), Anthony Mackie (Hakim Jamal), Stephen Root (Walt Breckman) u.a.; (DCP; 1:2,35; Farbe; 102min; englisch-französische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat