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REFUGEE LULLABY

R: Ronit Kertsner

   OmU

In REFUGEE LULLABY porträtiert die israelische Regisseurin Ronit Kertsner einen Mann, der eine ungewöhnliche Entscheidung für sein Leben getroffen hat: Hans Breuer, ein charismatischer, österreichischer Wanderhirte. Beim Hüten seiner Schafe singt er jiddische Lieder; nachts, wenn die Herde schläft, fährt er mit dem Auto zur ungarischen Grenze, um Geflüchtete zu unterstützen. Seine Hilfsbereitschaft resultiert aus Erfahrungen, die seine eigene Familie machen musste: Der Vater, ein jüdischer Kommunist, floh 1938 nach dem „Anschluss” Österreichs ans NS-Regime; die einzige offene Grenze für ihn war die zum faschistischen Italien.
„Ich wollte keinen weiteren Film über Flüchtende machen, sondern einen Film über die Menschen, die ihnen helfen und was sie bewegt”, umriss Kertsner ihren Ansatz. Während der Nazizeit hätten gerade die Juden die Erfahrung in der Region Mittel- und Osteuropa gemacht, dass sie von Nachbarn und Freunden verlassen wurden. Umso mehr habe sie nun die Motivation der Helfer interessiert. So zeigt ihr Film nun die große Menschlichkeit, die sich im Angesicht der Not des Jahres 2015 offenbarte. Damit wirkt REFUGEE LULLABY wie das Porträt einer anderen, einer vergangenen Epoche – und das ist er letztlich ja auch. REFUGEE LULLABY ist ein Film, der einem das Herz bricht – und zugleich wieder zusammensetzt.
(nach: filmdienst.at)

Österreich/Italien 2019; Regie, Buch, Schnitt: Ronit Kertsner; Kamera: Shalom Rufeisen, Jerzy Palacz; Originalton: Johannes Bültermann, David Almeida-Ribeiro, Nora Czamler; Mitwirkende: Hans Breuer, Verena Krausneker, Mingo Georgi, Louis Georgi, Rosa Breuer, Efe Turumtay u.a.; (DCP; Farbe; 72min; englisch-deutsche ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat