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LILLIAN

R: Andreas Horvath

   OmU

Lillian, als Emigrantin in New York gestrandet, will zu Fuß in ihre Heimat Russland zurückgehen. Entschlossen macht sie sich auf den langen Weg. Ein Road Movie, quer durch die USA, hinein in die Kälte Alaskas. Die Chronik eines langsamen Verschwindens.
Andreas Horvaths LILLIAN, der in Cannes in der Reihe Quinzaine des Réalisateurs lief, ist ein bildgewaltiges und zugleich karges Werk, das mit jedem Schritt, den die Protagonistin sich erkämpft, mehr und mehr unter die Haut geht. Und zugleich ist der Film ein Road Movie der ganz langsamen Sorte, in dem die USA von einer Seite gezeigt werden, wie man sie sonst im Kino selten sieht: Aus der Sicht einer Fremden, einer Außenseiterin, die sich durch unendliche Weiten der verschiedensten Landschaften und triste Kleinstädte, in denen das Leben auf niedrigstem Niveau stehengeblieben zu sein scheint, ihren Weg bahnt. Es ist auch die Geschichte einer Verwilderung und Verwahrlosung, eines Abschieds von der ohnehin recht fragil wirkenden Zivilisation, wie wir es etwa aus Sean Penns INTO THE WILD kennen – eine meditative Reise ins Nichts, eine peinvolle Übung in der Kunst, sich selbst verschwinden zu lassen und sich schlussendlich aufzulösen. Wie Penns Film, so beruht auch LILLIAN auf einem wahren Fall, von dem der österreichische Regisseur vor rund 15 Jahren erfuhr. (nach: filminstitut.at; kino-zeit.de)

Österreich 2019; Regie, Buch, Kamera & Musik: Andreas Horvath; Schnitt: Michael Palm & Andreas Horvath; Ton: Klaus Kellermann; Tongestaltung, Mischung: Ulrich Grimm; Produzent: Ulrich Seidl; Darstellerin: Patrycja Płanik (Lillian); (DCP; 1:2,39; Farbe; 128min; englisch-russische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat