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IM LAUF DER ZEIT

R: Wim Wenders

IM LAUF DER ZEIT handelt von einer Freundschaft zwischen zwei Männern: Bruno alias „King of the Road“ (Rüdiger Vogler) repariert Filmprojektoren und bereist mit seinem LKW eine Route entlang der deutsch-deutschen Grenze, und der Psychologe Robert alias „Kamikaze“ (Hanns Zischler) ist auf der Flucht vor seiner eigenen Geschichte. Als Robert sei­nen alten VW geradewegs in die Elbe steuert, wird er von Bruno herausgefischt. Ab da beginnt ihre gemeinsame Reise durch ein deutsches Nie­mandsland und führt sie von der Lüneburger Heide bis in den Bayerischen Wald.
Der Film wurde von Wenders ohne Drehbuch be­­gonnen. Statt dessen gab es eine Reiseroute, die er vorher erkundet hatte: all die Kleinstädte entlang der Mauer, in denen es in dieser Zeit des gro­­­­ßen Kinosterbens noch Lichtspieltheater gab.
Der alte Möbelwagen mit den Kinoprojektoren hinten drin wird zu einer Metapher für die Filmgeschichte. Nicht umsonst ist der Film Fritz Lang gewidmet.
Diese „Männergeschichte“ handelt auch von der Abwesenheit von Frauen, von Einsamkeit und vom Nachkriegsdeutschland. „Die Amis haben unser Unterbewusstsein kolonialisiert”, sagt Robert einmal zu Bruno. (aus: wimwendersstiftung.de)

BRD 1975; Regie & Buch: Wim Wenders; Kamera: Robby Müller & Martin Schäfer; Schnitt: Peter Przygodda; Ton: Martin Müller & Bruno Bollhalder; DarstellerInnen: Rüdiger Vogler, Hanns Zischler, Lisa Kreuzer, Rudolf Schündler, Marquard Bohm, Hans Dieter Traier, Franziska Stömmer, Peter Kaiser, Patrick Kreuzer, Michael Wiedemann u.a.; (DCP; 1:1,66; Schwarzweiß; 175min).


  
Filmplakat