filmstill
Fr
06
Sa
07
So
08
Mo
09
Di
10
Mi
11
Do
12

Keine Spielzeit in dieser Woche


ROMA CITTÀ APERTA

ROM, OFFENE STADT

R: Roberto Rossellini

März 1944: Gejagt von der Gestapo findet Giorgio Manfredi, der Anführer des antifaschistischen Widerstands, Unterschlupf bei Pina, der Verlobten seines Freundes Francesco. Als sie entdeckt werden, flieht Manfredi und Francesco wird am Morgen seiner Hochzeit mit Pina verhaftet.
Nur zwei Monate nach dem Abzug der Nazis aus Rom beginnt Rossellini mit den Arbeiten an diesem Film, der zum ehernen Synonym für Neorealismus avanciert. Gedreht in realen Straßen und Wohnungen, mit zwei professionellen Akteuren, umgeben vom Kollektiv der Laien, die gestern noch Beteiligte oder Zeugen der Geschehnisse waren. Zu den zerstörten Studios gesellen sich ­deso­lates Material, fehlendes Geld, primitive Technik und chaotische Umstände. Aus all dem der heftige Atem der Realität, der ROMA CITTÀ APERTA umweht. Eine Würdigung der resistenza, jener „Armee des Untergrunds”, in der ­Marxisten und Priester Seite an Seite gekämpft haben. (nach: H.T., Filmmuseum)
Wenn es so etwas wie die Poesie der Menschlichkeit geben sollte, dann in Roberto Rossellinis ROMA CITTÀ APERTA von 1945. Rossellini und seine Drehbuchschreiber, darunter Fellini, teilen die Welt nicht in gute Italiener und schlechte Deutsche ein. Sondern in Verbrecher und Alltagsmenschen, die in entscheidenden Momenten das Richtige tun. So ist ROMA CITTÀ APERTA ein Propagandafilm ganz eigener Art, der mit einem völlig nüchternen und deshalb umso stärker wirkenden Idealismus auf dem Guten im Menschen beharrt. „Es ist nicht schwer, gut zu sterben, aber es ist schwer, gut zu leben”, sagt Don Pietro im Film und formuliert damit das dem Film zugrundeliegendeThema. (nach: R.J. Brembeck, DerStandard)
Der Film wurde von der Cineteca di Bologna digital restauriert, auf Basis des verschollen geglaubten – und 2004 wiedergefundenen – Original-Negativs.

Italien 1945; Regie: Roberto Rossellini; Buch: Sergio Amidei, Alberto Con­­siglio & Federico Fellini; Kamera: Ubaldo Arata; Musik: Renzo Ros­sellini; DarstellerInnen: Aldo Fabrizi, Anna Magnani, Marcello Pagliero, Vito Annichiarico, Nando Bruno, Harry Feist u.a.; (DCP – von 35mm übertragen; 1:1,37; Schwarzweiß; 100min; italienische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UN­TER­TITELN).


  
Filmplakat