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Keine Spielzeit in dieser Woche


PROJEKT: ANTARKTIS

R: Michael Ginzburg, Tim David Müller-Zitzke & Dennis Vogt

„Mach doch lieber was Vernünftiges!”, diesen Satz bekamen Tim, Michael und Dennis seit der Schulzeit nicht nur einmal zu hören, wenn sie sich zu ihren Traumjobs bekannten: Künstler, Fotograf, Filmemacher.
Manche Träume müssten Träume bleiben, Arbeit müsse schließlich keinen Spaß machen, sondern vor allem genug Geld einbringen und sicher sein – so die gängige Meinung.
Einige Jahre später arbeiten die drei an ihrem Kinofilm. Sie haben ein Ziel: in die Antarktis reisen und das Abenteuer mit der Kamera festhalten. Für dieses Ziel sind sie bereit, alles auf eine Karte zu setzen. Ohne Produktionsfirma und konkreten Abnehmer, dafür aber mit ganz viel Unvernunft und zwei Jahren unbezahlter Investitionszeit machen sie sich auf dem Weg in die Antarktis. Nur so können sie herausfinden, ob man wirklich alles erreichen kann, wenn man es nur stark genug will. Ihre Reise möchten sie mit allen Höhen und Tiefen festhalten. Die jungen Männer lassen sich von keinem Rückschlag entmutigen…
Aber was filmen sie dort eigentlich? Eine weitere Pinguin-Doku? Eine weitere Doku über den Klimawandel, über schmelzende Gletscher? Über Extremsport? Das gab es schon. Das haben andere, mit größeren Budgets, schon gemacht. „Eine bereits existierende Story nacherzählen, das kam für uns nicht in Frage. Nach langen Phasen des Brainstormings und vollgekritzelten Papierbögen war klar: wir erzählen einfach unsere Story. Genauer gesagt, das, was uns dazu bewegt, diesen Film zu machen. Wie wir ihn machen und warum wir als Studenten und junge Filmemacher, ohne Produktionsfirma im Rücken, ohne Auftraggeber, in die Antarktis hinausziehen, um einen Film zu drehen.”
„...Weder eine klassische Dokumentation über die Naturwunder Antarktis ist dies, aber auch kein neugierig suchender Film wie etwa Werner Herzogs BEGEGNUNGEN AM ENDE DER WELT, der ebenfalls die Antarktis zum Thema hat. Auch dort taucht zwar der Regisseur immer wieder selbst im Bild auf, ist selbst der Erzähler, bringt sich in das Geschehen ein, doch der Unterschied zu PROJEKT: ANTARKTIS könnte nicht größer sein. Geht es Herzog stets um das Äußere, kreisen die Gedanken des Trios um sich selbst. Ganz Teil ihrer Generation, die es gewohnt ist, praktisch jeden Moment ihres Lebens in Bildern einzufangen, die möglichst in Echtzeit auf den diversen sozialen Medien als Lebenszeichen an die Freunde weitergegeben werden, denn nur ein Moment, der auch in Bild oder Video festgehalten wurde, hat auch wirklich stattgefunden.
Dementsprechend macht das Trio auch keinen Unterschied zwischen Verhandlungen mit dem Zoll oder dem Besteigen eines Hügels in der Antarktis, zwischen einem Schnupfen oder dem Erspähen einer Herde Königspinguine. Alles ist gleich, alles sind Bilder, alles ist Material. Mal mit teurer Profikamera gefilmt, mal mit wackeliger Go-Pro, alles in einen Bilderfluss gegossen, der am ehesten einem filmischen Tagebuch entspricht.”
(aus: projektantarktis.de; programmkino.de)

Deutschland 2018; Regie, Buch & Mitwirkende: Michael Ginzburg, Tim David Müller-Zitzke & Dennis Vogt; (DCP; 1:1,78; Farbe; 97min; deutsch-englisch-spanische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat