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DIE KINDER DER TOTEN

R: Kelly Copper & Pavol Liska

Elfriede Jelinek hat für die verdrängte Vergangenheit und den alltäglichen Rassismus schon viele drastische Bilder gefunden. In „Die Kinder der Toten”, einem Textungetüm aus dem Jahre 1995, suchen Untote die Steiermark heim: ein literarischer Totentanz, eine sprachmächtige Beschwörung sprichwörtlicher Leichen im Keller. Nun hat sich das New Yorker Künstlerpaar Kelly Copper und Pavol Liska, bekannt auch als Nature Theater of Oklahoma, des Romans angenommen und im Auftrag des Steirischen Herbstes eine sehr freie filmische Adaption hergestellt: mit einfachsten Mitteln, vielen Laiendarstellern, viel Sinn für Humor und für das Splatter- und Exploitationkino der 60er- und 70er-Jahre. (nach: kino-zeit.de; filmgazette.de)
„(…) ein wildes Ding, eine Mischung aus Orgien-Mysterien-Spiel, großer Trash-Oper und Schlingensiefs DAS DEUTSCHE KETTEN­SÄGEN­MASSAKER. (…) Gefilmt ist das auf Super-8-Material und weit­gehend stumm, was in diesem Fall vor allem bedeutet, dass keine Dialoge, gleichwohl aber jede Menge bedrohlicher Geräusche zu hö­ren sind. Texttafeln illustrieren die vogelwilde Handlung, deren überdrehte Pirouetten eigentlich kaum von Belang sind, weil es hier um etwas ganz Anderes geht. Um ein Zerr- oder viel eher Vexierbild öster­reichischer Befindlichkeiten in einer Zeit, in der sich die Realität längst anschickt, die Satire rechts wie links zu überholen.”
(Joachim Kurz, kino-zeit.de)
„Kann man Jelineks Sprachkunst und Themen verfilmen? Das Re­gie­duo vom Nature Theater of Oklahoma hat es unerschrocken gewagt (…) An den steirischen Originalschauplätzen entstand mit Laiendarsteller*innen und auf Super-8-Film eine Transposition, um es mit einem musikalischen Begriff zu fassen. Aus Text wurde Stummfilm mit Blasmusik. Oder: Heimatfilm, Home Movie Horror, bei dem das Alberne und Vulgäre die Verschiebung unbeschadet überstanden hat.” (Anna Hoffmann, berlinale.de)

Österreich 2018; Regie: Kelly Copper & Pavol Liska; Musik: Wolfgang Mitterer & Matz Müller; DarstellerInnen: Greta Kostka (Mutter), Andrea Maier (Karin), Klaus Unterrieder (Förster) u.a.; (DCP; 1:1,33; Farbe; 92min).


  
Filmplakat