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Keine Spielzeit in dieser Woche


AUFBRUCH

R: Ludwig Wüst

Zwei geschundene Seelen begegnen sich zufällig. Ein Mann und eine Frau, beide nicht mehr jung, beide mit einer großen Enttäuschung konfrontiert. Sie verstehen einander, auch ohne viele Worte, und geben sich auf einer gemeinsamen Teilstrecke ihres Lebens gegenseitig Halt. AUFBRUCH ereignet sich in einem peripheren Raum des Schweigens, in „sprachlosen Dialogen” und meditativ wirkenden Hand­lungen. Die­ser Film lebt von der Reduktion: ein Tag, zwei Figuren, drei Orte. Es ist ein Roadmovie der Innerlichkeit. Die westerngleich fotografierten Ser­pen­tinen des Burgenlandes entsprechen den Seelenregungen seiner Haupt­figur. Ihr folgen wir in eine alte Tischlerei, später in das baufällige Elternhaus der Frau und schließlich in einen Verladehafen. In langen, präzisen Einstellungen können sich die namen- und sprachlosen Figuren behutsam entfalten. So verlagert Wüst die Geschichte gänzlich ins Bild. Geradezu archaisch wirken die Rollenbilder. Der Mann (Ludwig Wüst) ist wortkarger Beschützer und Problemlöser, ein Mann der Tat, der sich nicht mit Worten, sondern mit Händen ausdrückt. Gleichwohl ist er nur stum­mer Begleiter auf der Reise der Frau; sie gibt den Weg vor. AUF­BRUCH ist ein Film des Abschiednehmens, ein Testament letzter Dinge. Die Landschaft und die Gegenstände sind gleichsam Zeugen der Zeit wie Zeichen des Verfalls. Doch trotz der Düsternis verfällt dieser nüchterne Film nie in Pessimismus. Ein Gedicht, das sich die Frau vorliest, spie­gelt die Essenz des Films: „Es gibt nur eins auf Erden: das, was ein Herz dem anderen sagt, in einem wortlosen Gruß.”
(aus: berlinale.de; tip-berlin.de; tagesspiegel.de)

Österreich 2018; Regie: Ludwig Wüst; Buch: Ludwig Wüst, Claudia Martini; Kamera: Klemens Koscher; Schnitt: Samuel Käppeli; DarstellerInnen: Claudia Martini, Ludwig Wüst; (DCP; 1:2,39; Farbe; 103min).


  
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