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DIE FÄLSCHER

R: Stefan Ruzowitzky

Salomon Sorowitsch begegnet uns zu Filmbeginn im Morgengrauen am Strand von Monte Carlo, mit einem Koffer voller Geld und einer Zeitung mit Schlagzeile LA GUERRE EST FINIE.
Die tätowierte Nummer auf seiner Hand weist ihn als einen Mann mit schwerem Schicksal aus. In Rückblenden erfahren wir mehr von der faszinierenden Geschichte jenes Mannes, der für viele steht, die sich dem Terror des NS-Regimes auf die eine oder andere Weise, zumindest für eine gewisse Zeit, zu entziehen wussten. Er war Teil einer Nazi-Verschwörung gegen die Alliierten. Qualifiziert hat er sich durch seine Kunstfertigkeit im Fälschen von Dokumenten und Geld. Er war Lebemann, Liebhaber von Frauen und des Gücksspiels, bis er in Sachsenhausen interniert wurde. Dort herrschen Zustände, die sich ein Mensch nur schwer vorzustellen vermag.
Mit DIE FÄLSCHER hat Ruzowitzky ein bisher wenig beachtetes und bekanntes Kapitel der deutschen Geschichte verfilmt. In den letzten Kriegsjahren beschloss das Nazi-Regime, Pfund und Dollar zu fälschen und mit diesen Blüten in mehrstelliger Millionenhöhe die feindliche Wirtschaft zu überschwemmen. Bei der „Operation Bernhard“ wurden von 1942 bis 1945 in einem abgeschirmten Teil des KZ Sachsenhausen 144 Insassen gezwungen, ausländische Banknoten zu fälschen. Diese aufgrund ihres Könnens so „wertvollen” Häftlinge bekamen genug zu essen, schliefen in weichen Betten und durften Kabarett-Abende veranstalten oder Tischtennis spielen. Es war die bisher größte Geldfälschaktion der Geschichte.
Ein wichtiger Aspekt dieser Geschichte ist der Perfektionismus und die verblüffende Expertise, mit der Geld gefälscht wird. Alle Details werden berücksichtigt: das Papier, dessen haptische Qualität und Aussehen und die Druckfarbe.
Das Drehbuch von basiert auf dem Tatsachenbericht „Des Teufels Werkstatt” von Adolf Burger. Lange Handkamerasequenzen geben dem Film eine moderne Ästhetik, die Figurenzeichnung bleibt bewusst altmodisch.
(nach: Bert Rebhandl, DerStandard)

Österreich/Deutschland 2006; Regie und Buch: Stefan Ruzowitzky; Kamera: Benedict Neuenfels; Musik: Marius Ruhland; DarstellerInnen: Karl Markovics (Salomon Sorowitsch), August Diehl (Adolf Burger), Devid Striesow (Friedrich Herzog), Martin Brambach (Holst), August Zirner (Dr. Klinger), Veit Stübner (Atze), Sebastian Urzendowsky (Kolja), Andreas Schmidt (Zilinski), Tilo Prückner (Dr. Hahn), Lenn Kudrjawizki (Loszek), Marie Bäumer (Aglaia), Dolores Chaplin (Die Rothaarige), Arndt Schwering-Sohnrey (Hans) u.a.; (35mm; 1:1,85; Farbe; Dolby SRD; 98min).


  
Filmplakat