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ROSA LUXEMBURG

R: Margarethe von Trotta

Zwischen Rosa Luxemburgs Geburt 1971 in Polen und ihrer Ermordung 1919 in Berlin liegen 48 bewegte und bewegende Jahre. Margarethe von Trottas Film konzentriert sich auf die zweite Lebenshälfte der promovierten Volkswirtin, begnadeten Rednerin und Journalistin, politischen Theoretikerin und Revolutionärin. Beginnend mit einem der vielen Gefängnisaufenthalte, springt die Regisseurin zeitlich vor und zurück. Ohne Rücksicht auf die Chronologie der Ereignisse werden Erinnerungen an die Kindheit im jüdisch-bürgerlichen Milieu und die Studienjahre in Zürich mit politischen Kämpfen, Kongressen und dem Privatleben der „roten Rosa“ assoziativ miteinander verknüpft. Margarethe von Trottas Interesse gilt „den persönlichen inneren Beweggründen politischen Handelns. Einfühlsam in Inszenierung, Spiel und Fotografie, überzeugt der Film inhaltlich als Besinnung auf Zivilcourage, unbestechliche politische Moral sowie auf den Mut zu utopischem Denken.“ (Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins)
„Der Film entwickelt eine ungeheure emotionale Kraft. Diese Rosa Luxemburg (der Barbara Sukowa) zieht an und vereinnahmt - und läßt einen ratlos zurück. Das liegt an der Optik der Regisseurin, die den besonderen Reiz des Films ausmacht [...].“ (Cora Stephan) Das liegt aber auch an Margarethe von Trottas Zugang. Anstatt den vielen Legenden eine weitere hinzuzufügen, ließ sie Rosa Luxemburg selbst zu Wort kommen. „Grundlage der Szenen und Dialoge sind zum großen Teil um die 2500 Briefe an Freunde und Genossen. Der Film nimmt nur das auf, was sich auf diese Weise dokumentieren läßt - er ist radikal und subjektiv, indem er sich nur einer Wahrheit verpflichtet: derjenigen von Rosa Luxemburg selbst.“ (C. Stephan in: DER SPIEGEL 1986) Margarethe von Trottas Film ist keine Nachhilfe in Geschichte sondern das Porträt einer faszinierenden Frau, die Geschichte schrieb.

Auszeichnungen (Auswahl): IFF Cannes 1986 – Beste Darstellerin; Deutscher Filmpreis 1985 – Filmband in Gold für „Darstellerische Leistung“ sowie „Bester programmfüllender Film“; DDR-Kritikerpreis 1987.

BRD 1985/86: Regie & Buch: Margarethe von Trotta; Kamera: Franz Raht; Schnitt: Dagmar Hirtz; Musik: Nicolas Economou; DarstellerInnen: Barbara Sukowa (Rosa Luxemburg), Daniel Olbrchychski (Leo Jogiches), Otto Sander (Karl Liebknecht), Adelheid Arndt (Luise Kautsky), Jürgen Holtz (Karl Kautsky), Doris Schade (Clara Zetkin), Hannes Jaenicke (Kostja Zetkin), Jan Biczycki (August Bebel) u.a.; (DCP; Farbe und Schwarzweiß; 1:1,66; 123min; deutsch-polnisch-französische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat