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Filmstart

Fr 28.09.


UTØYA 22. JULI

R: Erik Poppe

   OmU

Der 22. Juli 2011 ist ein nationales Trauma für Norwegen. Nachdem er mit einer Bombe im Regierungsbezirk von Oslo acht Menschen tötete, fuhr der rechtsextreme Attentäter Anders Breivik als Polizist verkleidet auf die Insel Utøya. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich hier das Sommercamp der Jugendorganisation der norwegischen Arbeiter­par­tei. Breivik eröffnet schwerbewaffnet das Feuer auf die Jugend­lichen. Er tötet 69 Menschen, verletzt 33.
Nach einer Schwarzblende mit der Zeitangabe 17.10 Uhr findet sich der Zuschauer auf Utøya. Eine junge Frau spricht unmittelbar in die Kamera: „Du wirst es nie verstehen”, sagt sie resigniert und fordert dann: „Hör mir zu!” Natürlich klingt das wie eine direkte Zu­schaueransprache, doch die 19-jährige Kaja telefoniert nur. Ihre Mut­ter macht sich Sorgen wegen der Anschläge in Oslo. Kaja verspricht, ihre Schwester zu suchen, damit sie die Mutter zurückruft. Bis zum Ende des Films verfolgt die Kamera nun Kaja auf dieser Suche. Poppe hat seinen Film als One-Take gedreht, also in einer einzigen langen Einstellung.
Kaja ist eine fiktive Figur. Was sie in dem Film auf Utøya erlebt, oder genauer: durchmacht, ist so nicht passiert. Und doch ist alles so gewesen. Poppe und seine zwei Drehbuchautorinnen haben sich lan­ge und intensiv nicht nur mit vorhandenem Archivmaterial und Akten über das Attentat befasst, sondern auch Überlebende getroffen und eng mit ihnen zusammengearbeitet.
Jetzt hätten die Hinterbliebenen diesen Film, sagt eine junge Frau, die dem Massaker entkam, auf der Berlinale. „Ihr werdet es nie verstehen. Aber schaut zu! Danach kann man darüber reden.”
(aus: filmstarts.de; zeit.de)

Norwegen 2018; Regie: Erik Poppe; Buch: Siv Rajendram Eliassen, Anna Ba­che-Wiig & Erik Poppe; Kamera: Martin Otterbeck; DarstellerInnen: Andrea Berntzen (Kaja), Aleksander Holmen (Magnus), Brede Fristad (Petter), Elli Thian­non Müller Osbourne (Emilie), Sorosh Sadat (Issa), Ada Eide (Caroline), Ingeborg Enes (Kristine) u.a.; (DCP; Farbe; 92min; norwegische ORIGINAL­FASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  

Filmplakat/Bild zu UTØYA 22. JULI, Regie: Erik Poppe

Fr 28.09.

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UTØYA 22. JULI

R: Erik Poppe