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18.00

Leo 1

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Regisseur Arman T. Riahi zu Gast

Die Veranstaltung wird vom Doktoratskolleg „Dynamiken von Un­gleich­heit und Differenz im Zeitalter der Glo­ba­lisierung” und vom Forschungsschwerpunkt „Kultu­relle Be­gegnungen – Kulturelle Konflikte” der Universität Innsbruck gestaltet. Nach der Film­vor­füh­rung gibt es die Möglichkeit, mit dem Regisseur Arman T. Riahi ins Gespräch zu kommen.
Eintritt EUR 4,–

Di 27.11. um 18.00 Uhr im Leokino 1


DIE MIGRANTIGEN

R: Arman T. Riahi

Marko und Benny, zwei Wiener mit sogenanntem „Migra­tions­hin­ter­grund”, sind vollständig integriert. So sehr, dass sie kaum noch als fremd wahrgenommen werden – wären da nicht Bennys schwarze Haare. Als die beiden aufgrund ihres Aussehens am Rudolfsgrund, einem migrantischen Vorstadtviertel, von einer ambitionierten TV-Re­gisseurin, die nach Protagonisten für ihre TV-Dokuserie sucht, angesprochen werden, geben sie sich als kleinkriminelle und abgebrühte Migranten aus. (nach: www.max-ophuels-preis.de)
Arman T. Riahi: „Es gibt viele gut Integrierte, viele Nuancen von Migrationshintergrund. In den Medien sind Ausländer immer Opfer oder Täter, immer schwarz-weiß. (…) Das erleben wir als Wiener mit Migrationshintergrund ständig. Wir sind in Österreich daheim, trotzdem sagen die Leute: ‚Spiel doch den Jugo, mach ein bissl Dialekt.’ Uns muss immer noch etwas Ausländisches anhaften, damit man uns als Integrationserfolg sieht. Es geht darum: Wir müssen uns verstellen, so tun, als ob wir etwas anderes wären und dann schauen wir, was passiert. (…) Entweder du bist zu wenig oder du bist zu viel. Das war dieser doppelte Boden, den wir im Film drin haben wollten. In der Filmszene fehlen diese Stoffe halt, diese Figuren. Es gibt bei uns nie einen ‚Tatort’-Kom­missar mit Migra­tions­hintergrund. Wenn Mi­gran­ten gebraucht wer­­­den, spielen sie meist Kriminelle. (…) DIE MIGRANTIGEN ist natürlich auch ein Sta­te­ment. Es geht mir um die meiner Meinung nach in Österreich total unterschätzte zweite Ge­ne­ra­tion, deren Talente manchmal brachliegen. Wo sind die Drehbücher mit Rollen für Menschen mit Mi­gra­tionshintergrund, die eine gesellschaftlich relevante, vorbildliche oder auch ambivalente Figur verkörpern und mit dem Opfer-Täter-Modell brechen?” (aus Interviews: volksblatt.at; austrianfilms.com)
„In DIE MIGRANTIGEN spielt Regisseur Arman T. Riahi absolut gekonnt mit Klischees und Vorurteilen über Migranten. Zum Schreien komisch!” (Carla Sommer, sr.de)

Österreich 2017; Regie: Arman T. Riahi; Buch: Aleksandar Petrovic, Faris Ra­ho­ma & Arman T. Riahi; Kamera: Mario Minichmayr; Musik: Karwan Marouf; DarstellerInnen: Faris Rahoma (Benny), Aleksandar Petrovic (Mar­ko), Doris Schretzmayer (Regisseurin Marlene Weizenhuber), Zijah So­kolovic (Herr Bilic), Daniela Zacherl (Sophie Sedler), Josef Hader (Regisseur), Mehmet Ali Salman (Juwel), Julia Jelinek (Sara) u.a.; (DCP; 1:2,35; Farbe; 98min).


  

Filmplakat/Bild zu DIE MIGRANTIGEN, Regie: Arman T. Riahi

Di 27.11. um 18.00 Uhr

Leokino 1

Regisseur Arman T. Riahi zu Gast

DIE MIGRANTIGEN

R: Arman T. Riahi