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FORMENTERA

R: Ann-Kristin Reyels

Sonne, Strand und Meer: Nina und Ben machen zum ersten Mal Urlaub ohne ihre kleine Tochter. Sie brauchen eine Auszeit von Berlin, von der Hektik der Großstadt, der Arbeit und vom Kernfamiliendasein. Ben hat Bekannte auf Formentera, alternde Hippies, die in einer Art Kommune mit jüngeren AussteigerInnen ein Leben jenseits des Leistungsdrucks und der ständigen Selbstanpassung leben. Nina, eher herumstreunende Einzelgängerin und auf Abstand bedacht, fühlt sich nicht sonderlich wohl in dieser Wohn- und Lebensgemeinschaft. Dass Ben von Anfang an mit Mara flirtet, und Nina zufällig erfahren muss, dass er bereits Pläne schmiedet, beruflich auf Formentera Fuß zu fassen, macht die Situtation für Nina auch nicht leichter. Als Mara nach einer ausgelassenen Strandparty (mit Performance der Band „Bonaparte“) von einer nächtlichen Schwimmtour mit Nina nicht mehr zurückkehrt, spitzen sich die Konflikte zu und Zweifel tun sich auf.
FORMENTERA, nach dem erfolgreichen Debüt JAGDHUNDE (2007) der zweite Spielfilm von Anne-Kristin Reyels, ist eine „sommerliche Paarstudie und Gesellschaftsskizze. [...] Diesmal schwelgt der Film – wie seine Figuren – im Sommerlicht. Tagsüber am Strand, im warmen Gegenlicht, werden sie davon fast aufgesogen, nachts erscheinen sie im spärlichen Kerzenschein wie von alten Meistern ausgeleuchtet.“ (Isabella Reicher in: Der Standard) Atmosphärisch dicht und in ruhigen Einstellungen wird – ähnlich wie in ALLE ANDEREN von Maren Ade – die Geschichte eines Paares an einem Wendepunkt erzählt. Sowohl Nina als auch Ben müssen über den eigenen Schatten springen, um sich (gegenseitig) die Frage stellen zu können, wie sie leben möchten und ob es noch Träume gibt, die zu verwirklichen sind.
„Auch in FORMENTERA lotet die Regisseurin den Bereich menschlicher Beziehungen aus und lässt unterschiedliche Lebensentwürfe aufeinanderprallen. Und erneut ist ihr ein faszinierender, vielschichtiger Film gelungen. [...] Beides, Personen und Natur, bekommen ihren Raum. Jedes Bild, jeder Dialog wirkt präzise, doch gleichzeitig haftet allem eine Offenheit an, die dem Zuschauer Platz für eigene Deutungen lässt. Dass FORMENTERA ein beeindruckender Film geworden ist, liegt aber nicht nur an Reyels gekonnter Inszenierung und ihrem sensiblen Blick für die Befindlichkeiten der Figuren und deren Konstellationen: Thure Lindhardt und vor allem Sabine Timoteo statten ihre Charaktere mit großer Komplexität aus – stets nachvollziehbar und trotzdem im Detail rätselhaft.“ (Björn Helbig in: www.kino-zeit.de)

Deutschland 2012; Regie: Ann-Kristin Reyels; Buch: Ann-Kristin Reyels, Antonia Rothe, Kathrin Milhan; Kamera: Henner Besuch; Schnitt: Halina Daugird; DarstellerInnen: Sabine Timoteo (Nina), Thure Lindhardt (Ben), Vicky Krieps (Mara), Ilse Ritter (Wencke), Tatja Seibt (Christine), Finn-Henry Reyels (Yoko) u.a.; (DCP; Farbe; Dolby; 1:1,85; 93min; deutsch-englisch-französisch-spanische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN)


  
Filmplakat