kinovi[sie]on 8. März 2007
Vor 150 Jahren wurde Clara Zetkin, eine Galionsfigur der Frauenbewegung und Initiatorin des Internationalen Frauentages, geboren. Vor 105 Jahren erhielten Frauen erstmals auf
staatlicher Ebene in Australien das Wahlrecht (1918 in Österreich). Vor 111 Jahren realisierte Alice Guy-Blaché ihren ersten Film (1 Jahr nach den Brüdern Lumière).
Zeitlich fällt die Frauenbewegung mit dem Engagement von Frauen im Medium Film zusammen. Auch wenn sich
die Situation der Frauen zumindest in der nördlichen
Hemisphäre im Laufe der letzten 100 Jahre gesellschaftspolitisch wesentlich
verbessert hat, scheint auf vielen Gebieten Stillstand zu HERRschen, u. a. im Bereich der „bewegten Bilder“.
Obwohl einzelne Pionierinnen maßgeblich an der Entwicklung des Mediums Film und seiner Sprache beteiligt waren, sind Frauen „hinter den Kulissen“ nach wie vor stark unterrepräsentiert.
kinovi[sie]on weist seit 8. März 2005 auf diese Tatsache hin und versucht, ihr entgegen zu wirken.
Am
Internationalen Tag der Frau 2007 verknüpft kinovi[sie]on die gesellschaftspolitische Bewegung mit der filmischen, Emanzipation mit Migration, Öffentliches mit
Privatem, Wortwörtliches mit Übertragenem Kino mit einer Vision:
frauen [in] bewegung.
Für Bewegung im Foyer des Leokinos sorgen:
SYSTEM ERROR _PEEP. SUBVERSIVE SHOW - feminist visuals by ArchFem
und Sound zum Tanzen mit DJane Jenny (ab 23 Uhr)
17.00 Uhr:
BILDER BEWEGEN
Vortrag von
Marie-Luise Angerer (Professorin für Medien- und Kulturwissenschaften an der Kunsthochschule für
Medien Köln, seit Februar 2007 Rektorin der KHM)
Eintritt frei!

18.15 Uhr:
MITTEN IM MALESTREAM (D 2005) von Helke Sander

19.00 Uhr:
BABOOSKA (I/Ö 2005) von Tizza Covi, Rainer Frimmel

20.10 Uhr:
GYPO (UK 2005) von Jan Dunn

21.30 Uhr:
DAS FRÄULEIN (CH 2005) von Andrea Štaka

22.10 Uhr:
I SHOT ANDY WARHOL (USA 1996) von Mary Harron