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Keine Spielzeit in dieser Woche


THELMA

R: Joachim Trier

In den stillen Tiefen der norwegischen Wälder aufgewachsen, zieht die junge, zurückhaltende Thelma für ihr Biologiestudium nach Oslo. Thelma wurde von ihren Eltern in der ländlichen Idylle streng religiös erzogen und ist nun fasziniert von den aufregenden Versuchungen, die ihr das ausgelassene Studentenleben bietet. Zum ersten Mal in ihrem Leben genießt sie die Zwanglosigkeit der Jugend, feiert Partys und entdeckt ihre Weiblichkeit. Doch plötzlich erlebt Thelma epilepsieartige Anfälle und es beschleicht sie der Verdacht, dass mit ihrem Befreiungsschlag auch übersinnliche Fähigkeiten freigesetzt wurden, die in ihrer Familiengeschichte tief verwurzelt sind.
Joachim Trier präsentiert mit THELMA einen sinnlichen Mystery-Thriller über eine junge Frau zwischen Unterdrückung und Verführung. Der norwegische Oscar®-Beitrag besticht als Verneigung vor dem Ki­no der 80er Jahre. Getragen von der Hauptdarstellerin Eili Harboe entwirft THELMA übernatürliches Kino zwischen faszinierender Bil­derpracht und entfesselter Symbolsprache. (nach: www.thimfilm.at)
Joachim Trier: „Ich bin ein großer Fan von Hitchcocks Stil, ein psychologisches Dilemma als Ausgangspunkt für eine Erzählung zu verwenden. Das Kindheitstrauma von MARNIE, die Angst und Schuld in VERTIGO, das hat etwas Spielerisches und inspiriert mich. Bei uns ist es die Angst vor dem eigenen Körper. Eine junge Frau erleidet unerklärliche Anfälle, die bereits früh im Film beginnen, für die die Ärzte und die Wissenschaft keine Erklärung haben. Ich habe sehr viel recherchiert. Es gibt tatsächlich psychogene nicht-epileptische Anfälle (PNE Anfälle). Sie haben keine übernatürliche Bedeutung, aber es ist verdammt viel los im Bereich psychologischer und somatischer Er­fahrungen des menschlichen Körpers, die schwer zu erklären sind.”

Norwegen/Frankreich/Dänemark/Schweden 2017; Regie: Joachim Trier; Buch: Eskil Vogt & Joachim Trier; Kamera: Jakob Ihre; Musik: Ola Fløttum; DarstellerInnen: Eili Harboe (Thelma), Kaya Wilkins (Anja), Henrik Rafaelsen (Trond), Ellen Dorrit Petersen (Unni), Grethe Eltervåg (Thelma mit sechs Jahren), Marte Magnusdotter Solem (Neurologin) u.a.; (DCP; Farbe; 116min; norwegische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat