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Keine Spielzeit in dieser Woche


OBERST REDL

R: Hans Otto (Löwenstein)

Alfred Redl wurde im Jahr 1864 im damals österreichischen Lemberg in eine Beamtenfamilie geboren. Dem Vater war eine Armeekarriere verwehrt geblieben, dem Sohn sollte diese glücken, als er nach einem Sprachkurs im russischen Kazan 1899/1900 schnell Verwendung im ‚Evidenzbüro‘, der Spionageabteilung der österreichisch-ungarischen Armee, fand. Hier setzte auch sein Aufstieg in höchste Militärkreise ein. Am 25. Mai 1913 nahm sich Oberst Redl, der kurz zuvor der Spionage überführt worden war, das Leben.
Die Geschichte des Obersten als Spion, der den Ausgang des Weltkrieges beeinflusst hätte, übte bereits auf Zeitgenossen eine gewisse Faszination aus. Auf die erste filmische Bearbeitung des Stoffes 1925 sollten insgesamt noch vier weitere folgen. Allen gemeinsam ist die publikumswirksame Verschränkung von Fiktion und Fakten. Die Erstverfilmung unter der Regie von Hans Otto mit Robert Valberg in der Hauptrolle erntete in der österreichischen Öffentlichkeit gemischte Reaktionen: In Graz ein durchschlagender Erfolg, wurde der Film in Tirol mit einem Aufführungsverbot belegt.

Österreich 1924/25; Regie: Hans Otto (Löwenstein); Manuskript: Hans Seeliger & Hauptmann Löwenstein; Kamera: Eduard Hoesch; DarstellerInnen: Dagny Servaes, Robert Valberg, Eugen Neufeld u.a. (35mm; SW; ca. 92 min; deutsche ORIGINALFASSUNG)


  
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